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DVD “Von hier aus – Beyond elsewhere”

Ein Dokumentarfilm von Katharina Lampert und Johanna Kirsch. Österreich | 2014 | 89 min | HD | Deutsch, Englisch mit engl. und deutschen Untertiteln

Rund ein Jahr suchten Johanna Kirsch und Katharina Lampert nach Menschen mit alternativen Lebenskonzepten, von denen sie viele persönlich trafen, bevor die Entscheidung für die drei Protagonist*innen fiel. Die Wieserhoisler*innen, Ute und Wim sie alle hatten einen großen Schritt in die Richtung ihrer eigenen Überzeugungen und Sehnsüchte gemacht und sich jeweils auf ihre eigene Weise für ein anderes Leben entschieden. Ihre Utopien wurden zu jenen konkreten Orten, die die Regisseurinnen exemplarisch besuchten und selbst in den Alltag der Protagonist*innen eingebunden Antworten auf die Fragen suchen ließ: Wie ist es in der Praxis nach seinen Sehnsüchten zu leben?, und weiter: Wie kann unter diesen Bedingungen ein Film entstehen?. Entstanden ist dabei ein sehr ruhiger Film, in dem neben den erzählerischen Passagen statische Landschaftsaufnahmen das Gezeigte entschleunigen und Platz für eigene Gedanken einrichten.

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Regie, Drehbuch, Kamera, Ton, Schnitt: Johanna Kirsch, Katharina Lampert
Dramaturgische Schnittberatung: Niki Mossböck
Musik: Rudi Fischerlehner
Tonschnitt: Cordula Thym
Farbkorrektur: Uli Grimm
Sound Design, Mischung: Christoph Amann
Postproduktion: av-design
Produktionsberatung: Peter Janecek
Übersetzung: Emily Lemon
Protagonist*innen: Wim Cuyvrs, Ute Schiran, Hofkollektiv Wieserhoisl; Tina Ehgartner, Popeia Ehgartner, Antonin Flambard, Friedrich Leitgeb, Elke Müllegger, Katrin Schickengruber, Elena Sanz Soro, Noreia Sanz Soro, Jessica Wojta, Mira Palmisano, Yara Palmisano, Katharina Soos, Nick Hermans, Rita Hagelstange

 

WO DIE ALTEN WEIBER WOHNEN

– eine Empfehlung • »Ich bin jetzt praktisch Königin in meinem Haus«, sagt Kornelia F., 88. Und Margret L., 81: »Das Heim ist ja ganz grauenvoll für mich – da möchte ich nie hin.« 19 Frauen zwischen 76 und 95 Jahren erzählen in dem Porträtband »Altweiberwohnen« ihre Wohn- und Lebensgeschichten: in der Bergarbeiterinnensiedlung im Ruhrgebiet, im oberösterreichischen Dorflehrerinnenhaus oder im Wohnprojekt für Seniorinnen. Wie passen sie ihre Häuser an, wenn der Körper nicht mehr ganz so wendig ist? Wie gestalten sie ihre Zimmer und wie ihre Freizeit? Wie ist es, wenn die Familienräume leerer werden? Einsam oder geruhsam? Ein wunderschönes Buch, das ermutigende Einblicke in das Leben als Frau im hohen Alter gewährt.

Ulrike Scherzer und Juliana Socher: Altweiberwohnen. Gespräche und Fotografien über das Wohnen im Alter
Residenz 2016
152 Seiten
29,90 Euro

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••• ChickLit recommends: DIRTY RIVER …

– A Queer Femme of Color Dreaming Her Way Home •••

••• LEAH LAKSHMI HAS HAD ENOUGH OF IT. One day she packs her material life into two heavy bags and leaves the US for Canada. In Toronto, so she hopes, life will be different. Free. Or at least, free of what she’s desperately longing to leave behind.

••• THIS BOOK »is not an incest horror story book. (…) In the end, I don’t get normal.« At times fun and at (the same) times harmful, this is the autobiography of a person who struggles her*self out of the way too narrow path she* was supposed to follow. Leaving behind a childhood with a mother who constantly came too close, leaving behind a relationship to her* body that lacked the right to self-determination: »My body is just starting to come down from being surveyed.« But »Dirty River« is not just about »escaping a terrible childhood. It’s about figuring one’s way through a future that is beautiful and utterly unpredictable.« Read it!

Leah Lakshmi Piepzna-Samarasinha: Dirty River
Arsenal Pulp Press
237 Seiten
23,60 Euro

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WIR WÜNSCHEN ALLEN LESER_INNEN & KUND_INNEN EIN WUNDERSCHÖNES NEUES JAHR!

… und weil das am allerbesten beginnt, wenn mensch sich den Kaffee ans Bett servieren lässt und noch eine Runde weiterliest, emfpehlen wir für faule Jännertage das »BETT-BUCH« von Sylvia Plath: »Most Beds are Beds / For sleeping or resting, / But the best Beds are much / More interesting!« Herausgegeben als wunderschön illustriertes Bändchen in der Insel-Bücherei des Suhrkamp Verlags.

Sylvia Plath: Das Bett-Buch
Insel 2016
47 Seiten
12,40 Euro

AUS UNSERER HERBST/WINTERKOLLEKTION

»Das antikapitalistische Buch der Mode« von Tansy E. Hoskins erklärt den Kapitalismus anhand der Modebranche – die beste Geschenkidee für alle, die Gwand lieben!

••• Tansy E. Hoskins erzählt von Modelgewerkschaften, vermeintlich antirassistischen Kampagnen in der Modebranche, von Umweltaktivist_innen, einstürzenden Textilfabriken und Handtaschen zum Preis von einer Viertelmillion Euro. Und vom Potential, das Mode hat, wenn sie als Akt der Rebellion eingesetzt wird; oder um den Körper zu dekorieren – und nicht um ihn anzupassen. •••

Ja ja, allen ist klar, dass für eine schicke Herbstjacke für 19,90 irgendwo auf der Welt wer ausgebeutet werden muss. Und dass es deswegen besser wäre, den monatlichen Einkauf bei H&M, Zara, Mango und wie sie alle heißen, bleiben zu lassen (oder, falls ihr in einer anderen Preisklasse spielt: bei Louis Vuitton, Gucci und Prada). Aber Tansy E. Hoskins legt noch eins drauf. Wenn die Londoner Journalistin und Aktivistin uns auf über 300 Seiten auf höchst unterhaltsame Weise erklärt, wieso die Modebranche eine der krassesten und allumfassendsten kapitalistischen Angelegenheiten ist, ist ihre Lösung nicht: das individuelle Kaufverhalten ändern (auch wenn sie das durchaus begrüßen würde). Dazu sind die Verhältnisse zu komplex: Wem gehört welche Firma, welche Fabrik und welche Marke? Wer arbeitet dort und wieso sind die Gehaltsunterschiede zwischen designen, nähen und modeln so massiv? Seit wann befördert die Branche das Abmagern des Frauen*körpers? Was hat ein vergifteter Fluss mit meinem neonpinken T-Shirt zu tun? Und wieso haben sich seit Marx’ und Engels Berichten aus der britischen Textilindustrie nur die Orte, aber nicht die Arbeitsbedingungen geändert? Read it!

Tansy E. Hoskins: Das antikapitalistische Buch der Mode
Rotpunktverlag 2016
319 Seiten
24,80 Euro

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Frauen*solidarität Nr 137

Inhalt

URBANISIERUNG
06 Gendergerechtigkeit durch Urbanisierung?
07 Von feminisierten zu feministischen Städten?
Gender, Frauen und Urbanisierung im 21. Jahrhundert, Sylvia Chant
10 New Urban Agenda
Perspectives for Street Vendors in the HABITAT III Conference, Oksana Abboud
12 Fighting Machismo
Sexuelle Übergriffe in Mexico City, Teresa Incháustegui Romero
14 Gärten der Zukunft
Urbane Landwirtschaft und Ernährungssicherheit in Nairobis informellen Siedlungen, Katharina Eichinger
16 Graffiti School Comunidad in Chile
Promoting Urban Literacies Among Girls Through New Arts Pedagogies, Guisela Latorre and Marjorie Peñailillo
18 Sich Raum nehmen
Lokale Initiativen in Dakar und Wien, Manuela Wade
20 Auf der Suche nach urbanen Frauengeschichten
Staßennamen als Ausdruck von Machtstrukturen im Geschlechterverhältnis, Christine Judt

 

 

QUERSCHNITT
21 „Heute ist es sie, morgen kannst es du sein“
Haft für die argentinische Aktivistin Milagro Sala, Caroline Kim
24 Frauen auf der Flucht
Kriege – ein wiederkehrender Teil unserer Geschichte, Caroline Roithner
26 „Es ist nicht dasselbe, eine Frau und eine Feministin zu sein.“
Von machistischen Frauen und bezahlten Mädchen, Simone Peter
28 Die vergessenen Heldinnen von Eritrea
Interview mit der Journalistin Amal Ali, Ishraga Mustafa Hamid
29 Hört auf uns zu töten!
Eine Offensive des Netzwerkes der Schwarzen Frauen Bahias, Silvia Jura
30 „We need help, please …“
Current Situation of Yezidi Women in Iraq, Seyedeh Behnaz Hosseini
33 Herren des Geldes
Feministische Analysen des Finanzsystems, Gertrude Eigelsreiter-Jashari
34 Menstruationstassen für Flüchtlingsfrauen in Nigeria
Ein kleines Hilfsprojekt, Nadine Haumann

35 Kommentar
36 Musik
37 Bücher
38 Bibliothek

Frauen*solidarität Nr. 136

Inhalt

OLYMPISCHE SPIELE

06 Sportgroßereignisse und Menschenrechte
07 Rio als umkämpfter Ort?!
Juliana Barbassa im Interview, Claudia Dal-Bianco und Petra Pint
10 Die Spiele enden, die Auswirkungen aufs Leben der Menschen bleiben
Interview mit Julia Bustamente, Petra Pint
12 Fight for Rio’s Streets
Grafitti against high speculations on the real estate market, Isabel Makhoul
14 Made in Brazil
Cappies aus Sweatshops im Hinterhof, Kirsten Clodius
15 Brasiliens Königinnen der Wellen
Geschlechtergleichstellung beim Surfen, Silvia Jura
16 Verletzung indigener Rechte
Indigene Spiele und Politik im Olympialand Brasilien, Uta Gunert
18 Acht Sekunden
Flucht und Olympia, Claudia Dal-Bianco
19 Recht auf Rad
Diskriminierung von Frauen im Sport, Nadine Mittempergher
20 Im Sport genauso wie in anderen Bereichen
Unterschiedlicher Lohn bei gleicher Arbeit, Regina Roschmann und Yvonne Weigelt-Schlesinger
22 Eine Suche nach Inspiration
Die FIFA-Fußball-WM 2018 in Russland, Maria Knaub

QUERSCHNITT

24 Leben für den Widerstand
Zum Tod der honduranischen Aktivistin Berta Cáceres, Linnéa Richter
25 Krise der Solidarität
Besuch im Flüchtlingslager Azraq in Jordanien, Ulrike Lunacek
26 Weltumspannend, zukunftsweisend, bewegend
Weltfrauenkonferenz der Basisfrauen in Kathmandu, Monika Gärtner-Engel
30 Wir werden gehört!
Die philippinische Aktivistin Yuen Abana im Gespräch, Ulrike Bey
31 Kollateralschäden
Menschenhandel – die unmenschliche Variante der Migration, Gundi Dick
34 Tricky Women 2016
Partizipative Filmprojekte zum Thema Migration, Maria Knaub

35 Kommentar
36 Musik
37 Bücher
38 Bibliothek

Wespennest Nr. 170: TESTOSTERON

Layout 1Beinahe wie selbstverständlich hat sich der Marker, an dem wir heute den Geschlechtsunterschied festmachen, ins Chemische verwandelt. Nicht der solide Körper, nicht Gehirn, Genitalien oder Chromosomen fungieren als Leitmetapher der sexuellen Differenz, sondern ein eher wankelmütiges „Geschlechtshormon“. Testosteron, Synonym für Männlichkeit schlechthin, kann durchaus die Seiten wechseln. Es geht um Leistungsindikatoren im Sport und das Warten auf Sex, um Heavy Metal, Andreas Gabalier und den Hipster, um männliche Gewalttäter und Maskulinität in der Politik, um Transsexualität, den Stierkampf – und ums Boxen.

Inhaltsverzeichnis als pdf-Datei

 

Wespennest Nr. 170: TESTOSTERON
112 Seiten, 12 Euro

Frauen*solidarität Nr. 135

fsz135_titelIm Fokus dieser Ausgabe stehen theoretische und praktische Auseinandersetzungen mit Feminismen. Die Artikel bieten Einblicke in ausgewählte Themenfelder sowie Aktionsformen.

Inhalt

Neue feministische Themen?

“Frauen fordern ihr Leben zurück!” Interview mit Aktivistinnen der Istanbul Feminist Kolektiv, Ayse Dursun

Organizing transnationally across differences. Interview mit Chandra Talpade Mohanty, Claudia Dal-Bianco

Überwindung der Opferrolle. „African Pride“ und Hassverbrechen gegen sexuelle Minderheiten in Südafrika, Laura Fletcher

Blurring the boundaries. Feminist theory and practice in development, Wendy Harcourt

Aufzieh-Aktivismus. Lasst euch nicht instrumentalisieren, Jasna Strick

Asiatischer Feminismus? Feminismen in Theorie und Praxis in China und Taiwan, Astrid Lipinsky

Die freie Frau ist Grundlage für eine freie Gesellschaft! Widerstand von Frauen aus Rojava, Meike Nack

Towards a Future African Diasporic Theory. Black Collective Narratives Changing the Epistemic Map, Peggy Piesche

Life through her eyes. Gewalt gegen Frauen in Kolumbien, Claudia Dal-Bianco

Weltweiter Run auf Rohstoffe. Bergbau und was Frauen damit zu tun haben, Edith Schnitzer

Es grünt so grün … wenn die Profite blühen? Widerstand gegen Windkraftprojekte im Süden Mexikos, Simone Peter

Frauen in der Landwirtschaft. Fokus: Burkina Faso, Caroline Roithner

Frauen als Schlüssel für eine Nachhaltige Entwicklung? Die neuen Entwicklungsziele aus feministischer Perspektive, Gertrude Eigelsreiter-Jashari

Frauen*solidarität Nr. 135 1/16
5 Euro

Katharina Oguntoye, May Ayim, Dagmar Schultz (Hg.innen)

Farbe bekennen

(die 30jährige Klassikerin* in 4. Auflage!)

„Obwohl wir in der Vereinzelung leben und unsere Hautfarbe in Deutschland als Ausnahme angesehen wird, gibt es sehr viele von uns. Wir sind in irgendeiner deutschen Stadt aufgewachsen, wir arbeiten und leben mit weißen Deutschen zusammen – und doch gelten wir in genau diesem Deutschland als das  “immer andere”

„Vereinzelung bedeutet, unsichtbar zu sein, leicht übersehen zu werden, alleine kämpfen zu müssen. Es hat lange gebraucht, das zu erkennen, aber wir haben uns entschlossen, FARBE ZU BEKENNEN.“ (May Ayim)

Ein Dokument des Aufbruchs afro-deutscher Frauen in die Geschichte und zu sich selbst.

„Farbe bekennen war ein Anfang und ist nach wie vor ein aktuelles Handbuch zum Verständnis afrodeutscher Lebensrealitäten sowie ein nützliches Werkzeug zur Vernetzung und Aufklärung.“ (Katharina Oguntoye)

„Diese beeindruckende Textsammlung enthält sehr persönliche, einnehmende Berichte zum Leben afrodeutscher Frauen im Kontext des historischen Wandels. Sie reichen von der Weimarer Republik über den Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit bis ins aktuelle Deutschland.“ (The Carletonian)

Katharina Oguntoye, May Ayim, Dagmar Schultz (Hg.innen): Farbe bekennen
Orlanda 2016
308 Seiten
19,10 Euro

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