Hier könnt Ihr unsere Neuerscheinungen und Empfehlungen entdecken und auch gleich per Mail bestellen.

Alle Bücher von Transversal Texts gibt es jetzt bei uns!

Rubia Salgado: Aus der Praxis im Dissens

Der Kampf um Anerkennung, das Wissen um Unterwerfung, die Umarbeitung der Anrufungen, die Fragen nach widerständiger Handlungsfähigkeit, das Annehmen einer strategischen Identität als Ausgangsbasis der politischen Artikulation und das Abtasten der Grenzen eines (selbst)proklamierten strategischen Essenzialismus, das Ringen um Protagonismus und seine möglichen Definitionen und Austragungen, das Zelebrieren einer anthropophagischen Haltung und das Hinterfragen dieses Konzeptes, der Horizont der gegenhegemonialen Wissensproduktion und der Kulturarbeit abseits multikulturalistischer Konzepte und Praxen, das Sich-Widersprechen, das transformative Aneignen der hegemonialen Sprache, das Betrachten von Sprache als realitätskonstituierend, das Befragen des Lehrens der hegemonialen Sprache als Zurichtung. Die Bemühung um ein Sprechen und ein Handeln im Widerstand und im Dissens zur herrschenden Selbstverständlichkeit der Diskriminierungen. Ein Schreiben im Kollektiv verortet, eingebettet, eingerahmt. Fragen, Nachdenken und eroberte Perspektiven aus dem Denken und Handeln in einer Selbstorganisation.

Das Buch versammelt eine Auswahl von Texten, die in den letzten 20 Jahren von Rubia Salgado als maiz Frau* verfasst wurden: Noch nicht veröffentlichte literarische Texte der Autor_in stellen einen Zwischenraum im Buch her. Das Private, das unaufhörlich politisch bleibt, und die öffentlichen politischen Positionierungen durchgehend verschränkt: Verletzlichkeit und Widerstand.

Rubia Salgado: Aus der Praxis im Dissens
Transversal 2015
273 Seiten
15 Euro
Bestellen per Mail
bald auch im Online Shop!

Birgit Mennel und Monika Mokre (Hg.): Das große Gefängnis

Gefängnisse erfüllen zentrale politische und ökonomische Funktionen. Sie sind industrielle Komplexe, die hohe Profite generieren und zugleich Internierungslager für diejenigen, die in dieser Gesellschaft unerwünscht sind. Darunter fallen zahlreiche Personengruppen, die nicht willens oder in der Lage sind, sich den Anforderungen des Spätkapitalismus im globalen Norden zu stellen.

MigrantInnen stellen eine der wichtigsten und zahlenmäßig größten dieser Personengruppen dar. Für sie ist das „kleine Gefängnis“ Teil und verdichteter Ausdruck des großen Gefängnisses der Gesellschaft, in der sie leben und an deren Teilhabe sie systematisch gehindert werden. Das große wie das kleine Gefängnis individualisieren und moralisieren gesellschaftliche Probleme und beantworten sie mit radikalem Ausschluss.

Autor_innen und Übersetzer_innen: Catherine Baker, Abdel Hafed Benotman, Angela Y. Davis, Anonym (der Mann mit dem negativen Bescheid), Alessandro De Giorgi, Faraz Gondal, Avery F. Gordon, Félix Guattari, Billel Hammani, Simo Kader, Christophe Khider, Birgit Mennel, Monika Mokre, Said Musafir, Oujdi, Gwénola Ricordeau, Dylan Rodriguez, Simon S., Abdelmalek Sayad, Frank Steiger, Alain Tarrius, Pierre Tevanian, Yassine Zaaitar

Birgit Mennel und Monika Mokre (Hg.): Das große Gefängnis
Transversal 2015
349 Seiten
15 Euro

Bestellen per Mail
Bald auch im Online Shop!

Felix Guattari und Antonio Negri: Neue Räume der Freiheit

Aus dem Französischen und Italienischen von Alan Roth
in Zusammenarbeit mit Delphine Bronner, Max Heinrich, Leopold Helbich, Stefan Huber, Adrian Hummel, Robert Kirov, Sarah Lauener, Sophie Michel, Severin Miszkiewicz, Stéphane Nidecker, Roberto Nigro, Gerald Raunig, Noemi Schmid, Linda Semadeni, Juliana Smith, Timothy Standring, Jana Vanecek und Aline Weber.

Im Jahr 1983 flieht Antonio Negri nach Aufhebung seiner parlamentarischen Immunität vor der Verfolgung durch den italienischen Staat nach Paris. Es beginnt damit ein 14-jähriges Exil, in dem der marxistische Philosoph sich stärker als zuvor mit der poststrukturalen französischen Theorie von Deleuze, Foucault und anderen auseinandersetzt. Mit Félix Guattari beginnt er ein Experiment des gemeinsamen Schreibens, das Buch Les nouveaux espaces de liberté.

Felix Guattari und Antonio Negri: Neue Räume der Freiheit
Transversal 2015
152 Seiten
10 Euro

Bestellen per Mail
Bald auch im Online Shop!

Antonio Negri und Raúl Sánchez-Cedillo: Für einen konstituierenden Prozess in Europa

Ein Gespenst geht um in Europa, ein konstituierender Wind weht aus dem Süden. Mit dem Wahlsieg der griechischen Linkspartei Syriza, dem kommunalen Erfolg von bewegungsnahen Bündnissen in Barcelona und Madrid  sowie dem Aufstieg von Podemos in Spanien verdichtet sich eine lang schon erwartete Entwicklung neuer linker Parteien. Dieser konstituierende Prozess geht allerdings weit über klassische Parteigründungen hinaus, er ist aus den sozialen Bewegungen der Krisenjahre entstanden und kristallisiert sich in einer Vielzahl von mikropolitischen Praxen bis zur Regierungsbildung.

Antonio Negri und Rául Sanchez Cedillo intervenieren mit ihren zwischen Februar und April 2015 geschriebenen Texten nicht nur in die Brennpunkte des Wahljahres 2015, sondern in den gesamten europäischen Raum. Sie plädieren mit der Begrifflichkeit des konstituierenden Prozesses nicht für einen linken Populismus neuer Parteien, sondern für ein soziales und demokratisches Europa, für eine neue Form des europäischen Föderalismus von unten.

Antonio Negri und Raúl Sánchez-Cedillo: Für einen konstituierenden Prozess in Europa
Transversal 2015
77 Seiten
10 Euro

Bestellen per Mail
Bald auch im Online Shop!

Monika Mokre: Solidarität als Übersetzung

Im November 2012 zogen Aktivist_innen vom größten Asylwerber_innenlager Österreichs nach Wien, um gegen die Lebensbedingungen von Asylwerber_innen zu protestieren. Sie errichteten ein Camp in Wien, besetzten eine Kirche, manche von ihnen traten in Hungerstreik. Über zahlreiche Stationen hinweg war die Bewegung unter dem Namen Refugee Protest Camp Vienna aktiv.

Das Refugee Protest Camp Vienna ist ein Versuch der Übersetzung. Der Übersetzung des Begehrens der Refugees in hegemoniale Diskurse – Menschenrechte, Integrationswille, Leistungsbereitschaft. Der Übersetzung von Lebensgeschichten in Gesetzesparagraphen. Aber auch der Übersetzung innerhalb der Bewegung – zwischen Menschen mit höchst prekärem Status und Menschen mit gesichertem Aufenthalt. Zwischen Menschen zahlreicher Nationalitäten, Asylsuchenden, Transmigranten, Sans Papiers, Männern und Frauen. Wie lässt sich Solidarität übersetzen, wie schafft man Solidarität zwischen Ungleichen? Wo scheitert diese Übersetzung? Und was entsteht aus diesem Scheitern?

Monika Mokre: Solidarität als Übersetzung
Transversal 2015
239 Seiten
15 Euro

Bestellen per Mail
Bald auch im Online Shop

Gin Müller: Possen des Performativen

Im Begriff der Posse begegnen einander Theater, Performance und Politik, nicht zuletzt als Spielräume emanzipatorischer Kämpfe gegen Körper- und Grenzregime. Poststrukturalistische, postdramatische und feministische Diskurse bilden die Basis für Gin Müllers Tour de Force durch eine vielfältige Welt von politischen Aktionsformen. Possen des Performativen verweisen dabei sowohl auf minoritäres (Theater-)Vermögen zur Artikulation von Widerstand, genauso wie auf subversive performative Strategien zur “Verqueerung” des normierenden Geschlechtertheaters. Die im Buch verhandelten Praxen reichen von globalisierungskritischen Auseinandersetzungen (Zapatistas, Tute Bianche, G8 Genua, Heiligendamm) über antirassistische Kämpfe (Sans Papiers, kein mensch ist illegal, kanak attak) zu feministischen und queeren Politiken (Riot Grrrls, Pink-Block, Transgender-Aktivismus).

Gin Müller: Possen des Performativen
Transversal 2015
277 Seiten
15 Euro

Bestellen per Mail
Bestellen im Online Shop

Birgit Mennel und Stefan Nowotny (Hg.): Was ist dein Streik? Precarias a la deriva

„Precarias a la deriva“ steht für einen heterogenen Zusammenhang von Frauen, die sich 2002 während des Generalstreiks in Spanien zusammengefunden haben, um die Möglichkeit des Handelns bzw. des Streiks in Zeiten der Prekarität zu erproben. Im Vordergrund ihres Interesses steht dabei nicht die Produktion eines distanten Wissens über „Betroffene“, sondern vielmehr die Hervorbringung einer auf Sorgebeziehungen basierenden Sozialität. Die in der Neuauflage des Bands versammelten Texte sind kollektiv verfasst und begeben sich auf die Reflexionsebene einer Praxis, die auf eine Unterbrechung der sozialen Fragmentierung und Isolation abzielt und zu politischem Handeln ermächtigt.

Birgit Mennel und Stefan Nowotny (Hg.): Was ist dein Streik? Precarias a la deriva. Militante Streifzüge durch die Kreisläufe der Prekarität.
Transversal 2014
175 Seiten
10 Euro

Bestellen per Mail
Bestellen im Online Shop

Birgit Mennel und Stefan Nowotny (Hg.): Die Sprachen der Banlieues

In den französischen Banlieues verdichten sich heute unterschiedlichste Erfahrungen der Migration, häufig vor dem Hintergrund geschichtlicher Kolonialverhältnisse, ihrer Hinterlassenschaften und Fortschreibungen. Allzu oft aber verfährt sich der Blick auf die Artikulationen dieser Erfahrungen – die Sprachen der Banlieues – in unterschiedlichen Phantasmen des Mangels oder aber eines sich selbst undurchsichtig bleibenden Überschusses: Wo man einerseits die erhabene Sprache der Nation verkümmern sieht, wird andererseits auf eine gleichsam babylonische Sprachenvielfalt verwiesen, die aber eben auch bloße Sprachverwirrung sein könnte; und wo die einen, angesichts brennender Autos beispielsweise, nur stumme Gewalt erblicken, erklingt den anderen der Hahnenschrei künftiger Revolutionen. Was aber, wenn das Scheitern oder Ausbleiben von Übersetzung und Artikulation, das all diese Figuren in der einen oder anderen Weise unterstellen, zuallererst die soziale und politische Sprache jener kennzeichnete, die die Banlieues in ihre eigenen Projektionen zu bannen versuchen (und damit erneut zu „Orten des Banns“ machen)?

Birgit Mennel und Stefan Nowotny (Hg.): Die Sprachen der Banlieues
Transversal 2014
152 Seiten
10 Euro

Bestellen per Mail
Bestellen im Online Shop

Gerald Raunig: Dividuum

Die jahrhundertelange Konjunktur des Individuums gerät ins Wanken. Es beginnt das Zeitalter des Dividuellen. Die schlechte Nachricht von Gerald Raunigs Philosophie der Dividualität ist, dass sich das Dividuelle im maschinischen Kapitalismus vor allem als Verschärfung von Ausbeutung und Indienstnahme zeigt: In Algorithmen, Derivaten, Big Data und Social Media wirkt Dividualität als ausufernde Erweiterung von herrschaftlicher Teilung und Selbstzerteilung. Die gute Nachricht: Genau auf dem Terrain des Dividuellen wird auch eine neue Qualität von Widerstand möglich, als kritische Mannigfaltigkeit, molekulare Revolution und Con-division.

Gerald Raunig: Dividuum
Transversal 2015
256 Seiten
15 Euro

Bestellen per Mail
Bestellen im Online Shop