Hier findet Ihr Termine von Freund_innen und befreundeten Gruppen

Im Stichwort, am 12.5.2015, um 19:00,

Der class room als „Raum radikaler Möglichkeiten“.
bell hooks ,Engaged Pedagogy‘

Vortrag von Belinda Kazeem

bell hooks ist eine der bekanntesten US-amerikanischen Kultur­theore­tiker_innen. Ihr Œuvre umfasst Themengebiete wie Repräsentationskritik, Rassismustheorie, Kritische Weißseinsforschung, Feminismus, Kinderliteratur, Kritische Medientheorie, Spiritualität, Buddhismus und auch Kritische Pädagogik. Auf bell hooks wird im deutschsprachigen Raum vor allem im Zusammenhang mit Rassismus, Kritischer Weißseinsforschung, Kulturkritik und (Schwarzem) Feminismus Bezug genommen, im Vortrag soll es jedoch um ihr der Kritischen Pädagogik gewidmetes Werk gehen. Zentral ist hierbei hooks Denken über Formen der Vermittlung, die die Art zu lehren und lernen auf grundsätzliche Art und Weise formen und Lernende und Lehrende dazu ermächtigen, sich kritisch mit der sie umgebenden Welt auseinanderzusetzen und diese im nächsten Schritt zu verändern. Integraler Bestandteil dieser Art von Vermittlung und Bildung ist die Beleuchtung von (Ausschluss-)Kategorien wie Geschlecht, Klasse, Herkunft, sexuelle Orientierung u. a. und deren Miteinbezug in die Entwicklung einer antidiskriminatorischen Pädagogik, um den class room zu einem „Raum radikaler Möglichkeiten“ (hooks 1994) zu machen.
Belinda Kazeem hat Internationale Entwicklung mit den Schwerpunkten Cultural Studies, Schwarzer Feminismus und Postkoloniale Theorie an der Universität Wien studiert und unterrichtet derzeit an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Sie arbeitet als freie Autorin, Kulturtheoretikerin und Künstlerin mit einem interdisziplinären Ansatz, der postkoloniale, feministische Theorie und visuelle Praxis verbindet, um die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft von Dekolonisierung zu untersuchen und offenzulegen.

Neuere Publikationen: „Talking back. bell hooks und Schwarze feministische Ermächtigung“, von Belinda Kazeem und Johanna Schaffer, in: Alexandra Karentzos, Julia Reuter (Hg): Schlüsselwerke der Postcolonial Studies, Wiesbaden 2012; Das Unbehagen im Museum. Postkoloniale Museologien, schnittpunkt ausstellungstheorie & praxis. Hg. gem. m. Charlotte Martinz-Turek und Nora Sternfeld, Wien 2009.

Moderation: Sushila Mesquita

Unkostenbeitrag: € 2,90
Nur für Frauen, Transgenders willkommen.

Ort
STICHWORT
Gusshausstraße 20/1A+B
A-1040 Wien

In “Das Dorf” am 20.03.15, 20:00,

ABERLAND – Gertraud Klemm liest aus ihrem neuen Buch

Elisabeth, 58, versucht würdevoll zu altern. Ihr gutbürgerliches Leben ist charakterisiert durch das, was sie alles nicht getan hat: sie hat nicht studiert und nicht gearbeitet, sie hat ihre Kinder nicht vernachlässigt und ihren Mann nicht betrogen. Und sie beobachtet ihre Tochter Franziska, 35, die mit den Anforderungen der Gesellschaft an ihre Mutterrolle hadert und die theoretische Gleichberechtigung von Mann und Frau im Alltag nicht einlösen kann. Gertraud Klemm, die mit einem Kapitel aus diesem Roman im Juni den Ingeborg Bachmann-Publikumspreis in Klagenfurt gewann, schildert eine gesellschaftliche Situation, in der mit viel »ja – aber« die wichtigen Entscheidungen verschoben und verhindert werden, und ihr Blick auf die Lage ist gnadenlos, bissig und (aus Verzweiflung?) wahnsinnig komisch.
In der ZDF-Literatursendung “Auf dem blauen Sofa” v. 13.3.2015 wird die Schriftstellerin mit Elfriede Jelinek, Marlene Streeruwitz und Thomas Bernhard in eine Linie gestellt.

Das Dorf

Obere Viaduktgasse 2, 1030 Wien
Freie Spende

Am Campus, vom 20. bis zum 22. März 2015

“Representations and Selfrepresentations of Queer(s) in East Asia”
Conference

The conference organizing team envisions a conference that takes into account queer topics, queer practice and theoretical approaches from and concerning East Asia with the aim to bring together activists, scholars and interested people.
‘Queer’ is supposed to be the working basis for the conference with regard to theory, methods and content of contributions. We cannot offer a definition of ‘queer’.
We try to not organize a typical academic conference, where established professors stand in the center of attention and the usual hierarchies are being reproduced. Yet, we are also aware of the difficulty of our attempt. With the help from all those participating, we want to create a space for discussion and networking, where we will feel as safe as possible and be able to learn from each other. We encourage all participants to be at their most critical but always to be respectful and aware of one’s biases and prejudices.

Program-Download:
QEA_conference_program

Further Information

 

Alle Talks finden in der Aula am Campus der Universität Wien (Altes AKH, Spitalgasse 2, between Hof 1 and Hof 2, 1090 Wien) statt. Die Workshops finden am Institut für Ostasienwissenschaften – Japanologie (Altes AKH, Spitalgasse 2, Hof 2, 1090 Wien) statt.

All talks will take place at the “Aula am Campus” (Altes AKH, Spitalgasse 2, zwischen Hof 1 und Hof 2, 1090 Vienna). Workshops will take place at the Institute for East Asian studies – Japanese Studies (Altes AKH, Spitalgasse 2, Hof 2, 1090 Vienna).

Im Depot, am 23. März 2015, 19:00

feminIEsta lädt herzlich ein zur Veranstaltung

the f-word and its dis/content: Feministisches Begehren, queere Körper, internationale Missverhältnisse.
Website-Release und Diskussion

Mit: Isa Garde und Hanna Hacker (feminIEsta); Claudia Dal-Bianco (Frauensolidarität); Eva Egermann (CRIP Magazine); Assimina Gouma (migrazine); Esther Hutfless (q:p Queering Psychoanalysis); Theresia Raithofer (sugarbox).
feminIEsta. queer_postkolonial_entwicklungskritisch ist ein (Online-)Projekt kritischer Ent-wicklungswissenschaftler_innen mit Basis in Wien. Wir wollen queer-feministische und ent-wicklungskritische Ansätze zusammenbringen, und wir wollen neugierig machen auf schon erprobte und auf noch uneingelöste Strategien, wie dies gehen kann. feminIEsta präsentiert und vernetzt Projekte, Arbeitsergebnisse und Initiativen und übt durchgängig feministische Kritik, auch wenn darüber gestritten werden darf und soll, was dies im Einzelnen heißt. Körper- und Sexualitätspolitiken bilden dabei einen unserer Arbeitsschwerpunkte.
Aus Anlass des Release unserer Website feminIEsta. queer_postkolonial_entwicklungs-kritisch wollen wir mit feministischen Initiativen von Aktivist_innen, Wissenschaftler_innen und besonders auch von Medienmacher_innen ins Gespräch kommen und unsere jeweiligen Projekte, Positionen und Strategien zur Diskussion stellen. Wie halten es die Disku-tant_innen mit dem „f word“? Wie gehen sie mit medialer Repräsentation um? Wie verfahren sie mit den Institutionen, innerhalb derer sie verortet sind oder gegen die sie Politik machen?

Das Depot ist zugänglich für Rollstühle leider nur bis 74cm, via Hauseingang; wir schildern aus. Die nächste öffentliche barrierefreie Toilette befindet sich im Glacis-Beisl (über die Straße, Lift hinunter.) Bitte um kurze E-Mail an feminiesta@univie.ac.at, wenn ÖGS-Über-setzung benötigt wird, wir bemühen uns drum!

Die Veranstaltung wird gefördert vom Forschungsverbund Gender&Agency der Universität Wien.
Kontakt: feminiesta@univie.ac.at; https://feminiesta.univie.ac.at, https://twitter.com/feminiesta

Im ChickLit, am 7.3.2015, 18:00, Anne Wizorek,

Weil ein #Aufschrei nicht reicht
Anne Wizorek präsentiert ihr Buch:

Feminismus? Fuck yeah! Anne Wizorek löste mit ihrem Twitter-Hashtag einen riesigen Sturm im Netz aus. Tausende Frauen nutzen “Aufschrei” als Ventil, um ihren Erfahrungen mit dem alltäglichen Sexismus Luft zu machen. Der Erfolg der Aktion macht deutlich: Von Geschlechtergerechtigkeit sind wir noch weit entfernt, sexuelle Belästigung und Diskriminierung bleiben ein brennendes Problem. Erfrischend unakademisch zeigt Anne Wizorek, warum unsere Gesellschaft dringend eine neue feministische Agenda braucht. Sehr persönlich beschreibt sie ihren Weg zur Aktivistin und ermutigt dazu, selbst aktiv zu werden im Großen wie im Kleinen.

Anne Wizorek: Weil ein Aufschrei nicht reicht. Für einen Feminismus von heute.
Fischer 2014
15,50 Euro
Im Onlineshop bestellen
Per Mail bestellen

Eine Veranstaltung des Genderraums

Im ChickLit, am 20.1.2015, 19:00, Feministische Klasse,

Insbesondere seit der Finanz- und Wirtschaftskrise Ende der Nullerjahre beschäftigen sich Feminist_innen wieder vermehrt mit ökonomischen und sozialen Fragen – der Begriff der Klasse ist dabei weitgehend aus den Diskussionen verschwunden, Klassismus als klassenspezifische Diskriminierung, Ausbeutung und Marginalisierung wird im Rahmen von intersektionalen Ansätzen oftmals zu wenig beachtet. Warum ist die Klasse zum feministisch blinden Fleck geworden – und wie kann die Diskussion neu belebt werden?
Es diskutieren Julischka Stengele, Kübra Atasoy und Marty Huber, Moderation: Brigitte Theißl

Eine Veranstaltung des Genderraums

Im ChickLit am 14.12.2014, 16 Uhr, Undocumented … ,,

Undocumented: Sanctuary City Toronto and the Architecture of Migrant Detention.
Book launch/ Discussion event with migrant justice organizer and architect Tings Chak.

Approximately 200.000 residents with precarious immigration status are currently living in Toronto. A migration regime which is becoming more restrictive every year is continually pushing people into precarious status. Various community groups are actively fighting for more justice and their right to stay. In 2013, after years of struggle and organizing by community groups, the Toronto city council declared Toronto a “Sanctuary City“: All public services provided by the city must be accessible for all residents, regardless of their immigration status. An „Access Without Fear“ policy prohibits city staff to inquire immigration status or to forward respective information to other authorities. The Solidarity City Network fights for status for all, the proper implementation of the policy and for its extension to provincial and federal services.

Tings Chak is a migrant justice organizer with No One is Illegal Toronto and architect in Toronto. She is also part of the Solidarity City Network. Her work focus is on migrant detention facilities. She is supporting the struggles of people in immigration detention and those institutions are also central to her research and design work. She recently published the graphic novel “undocumented: the architecture of migrant detention.” As part of her Europe book tour she will stop in Vienna to present her new book and discuss about current developments and campaigns in Canada and Europe.

Workshop from 4 to 7 p.m.
Organized by Prekärcafé

In der Frauenhetz am 21.11.2014, 19:00,

wie ein mensch der umdreht geht –
dantes läuterungen reloaded

Lesung mit Barbara Hundegger

Als eine der versiertesten Lyrikerinnen Österreichs hat Barbara Hundegger sich in Sprache und Bilder von Dante Alighieris Fegefeuer/Läuterungen gestürzt. Kunstvoll verwebt Hundegger die Themen, Gefühls- und Denkwelten des großen europäischen Dichters in eine moderne lyrische Auseinandersetzung und geleitet ihre LeserInnen durch ein Fegefeuer unserer Zeit. Fragend und kritisch, unpathetisch und emanzipatorisch zeigt die Lyrikerin in ihrer Reise durch Dantes Reich, wie viel aktuelle gesellschaftspolitische Brisanz in der „Göttlichen Komödie“ steckt – vom Raubrittertum der so genannten Eliten bis zur Vernutzung der Liebe im Kalkül. Dabei beherrscht sie es wie keine andere, mit allen sprachlichen Mitteln und Techniken von Fortschreibung, Montage, Widerspruch und Fokussierung Verse von größter atmosphärischer Dichte zu erzeugen, die vielgestaltig nachhallen.
Barbara Hundegger hat mit ihrem neuen Zyklus konzentrierte und gleichermaßen berührende Lyrik geschaffen, die das faszinierend Moderne und Gegenwärtige von Gedichten erfahrbar machen.

Barbara Hundegger, geboren 1963 in Hall in Tirol, lebt als freie Schriftstellerin in Innsbruck. Mehrere Jahre Studium der Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaft in Innsbruck und Wien; langjähriges Engagement in der Autonomen Frauenbewegung; berufliche Tätigkeit als Korrektorin, Lektorin und Redakteurin; Lektorin am Institut für Sprachkunst/Universität für Angewandte Kunst/Wien. Mehrfach ausgezeichnet, u.a. Reinhard-Priessnitz-Preis (1999), Christine-Lavant-Lyrikpreis (2003), Outstanding Artist Award für Literatur (2011). Zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt die Gedichtbände rom sehen und (2006) und schreibennichtschreiben (2009).

Moderation: Gerlinde Mauerer

Frauenhetz – Feministische Bildung, Kultur und Politik
1030 Wien, Untere Weißgerberstrasse 41
Veranstaltung für Frauen

In “Das Dorf” am 24.10.14, 20:00,

LOUISE – BEFREIUNG INS IRRENHAUS
EVA GEBER liest aus ihrem (noch unveröffentlichten) Buch

Ende des 19. Jahrhunderts. Die 16-jährige Louise, Tochter aus gutem Haus, wird mit einem höheren k.u.k.-Beamten verheiratet. Die Ehe wird zur Katastrophe. Louise vereinsamt, wird „gemütskrank“ und flüchtet ins Irrenhaus. Louises Enkelin begegnet die „hysterische“ Großmutter in Familienerzählungen als furchterregendes Gespenst, aber auch als Großmama, die all ihre unverbrauchte Zärtlichkeit der Enkelin schenkte. Deren Leben verläuft ganz anders als das der Großmutter: ein Bohemeleben in den Achtundsechzigern und engagiert in der Frauenbewegung. Die Frau im Korsett und die Feministin.

Im Sog der Recherche von Eva Geber entsteht ein innerer Dialog mit Louise, in dem die Gegensätze und die starken Parallelen im Leben der beiden Frauen Kontur gewinnen und sich deuten lassen.

EVA GEBER, Autorin, Kulturpublizistin; 35 Jahre AUF-Redaktion; Wiener Frauenpreis 2009. Bruno-Kreisky-Preis 2013 für ihr Buch „Der Typus der kämpfenden Frau“.

Freie Spende

Reservierung: das.dorf@gmx.at oder Tel. 01-208 26 50

Obere Viaduktgasse 2/1
A – 1030 Wien 

Im Bezirksmuseum Josefstadt am 7.3.,

Equality Matters IV

Lesbische Stimmen weltweit

Josefstadtschauspielerin Hilde Dalik liest anlässlich des Internationalen Frauentags Texte von Melica Beslija, Zanele Muholi, Helga Pankratz, Cristina Peri Rossi, Jeanette Winterson u.a.
Moderation: Ulrike Lunacek

Freitag, 7. März 2014, 19.00 Uhr
Festsaal im Bezirksmuseum Josefstadt
Schmidgasse 18, 1080 Wien

Eine Kooperationsveranstaltung von Frauensolidarität und queeramnesty
Büchertisch von ChickLit!


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