AUS UNSERER HERBST/WINTERKOLLEKTION

»Das antikapitalistische Buch der Mode« von Tansy E. Hoskins erklärt den Kapitalismus anhand der Modebranche – die beste Geschenkidee für alle, die Gwand lieben!

••• Tansy E. Hoskins erzählt von Modelgewerkschaften, vermeintlich antirassistischen Kampagnen in der Modebranche, von Umweltaktivist_innen, einstürzenden Textilfabriken und Handtaschen zum Preis von einer Viertelmillion Euro. Und vom Potential, das Mode hat, wenn sie als Akt der Rebellion eingesetzt wird; oder um den Körper zu dekorieren – und nicht um ihn anzupassen. •••

Ja ja, allen ist klar, dass für eine schicke Herbstjacke für 19,90 irgendwo auf der Welt wer ausgebeutet werden muss. Und dass es deswegen besser wäre, den monatlichen Einkauf bei H&M, Zara, Mango und wie sie alle heißen, bleiben zu lassen (oder, falls ihr in einer anderen Preisklasse spielt: bei Louis Vuitton, Gucci und Prada). Aber Tansy E. Hoskins legt noch eins drauf. Wenn die Londoner Journalistin und Aktivistin uns auf über 300 Seiten auf höchst unterhaltsame Weise erklärt, wieso die Modebranche eine der krassesten und allumfassendsten kapitalistischen Angelegenheiten ist, ist ihre Lösung nicht: das individuelle Kaufverhalten ändern (auch wenn sie das durchaus begrüßen würde). Dazu sind die Verhältnisse zu komplex: Wem gehört welche Firma, welche Fabrik und welche Marke? Wer arbeitet dort und wieso sind die Gehaltsunterschiede zwischen designen, nähen und modeln so massiv? Seit wann befördert die Branche das Abmagern des Frauen*körpers? Was hat ein vergifteter Fluss mit meinem neonpinken T-Shirt zu tun? Und wieso haben sich seit Marx’ und Engels Berichten aus der britischen Textilindustrie nur die Orte, aber nicht die Arbeitsbedingungen geändert? Read it!

Tansy E. Hoskins: Das antikapitalistische Buch der Mode
Rotpunktverlag 2016
319 Seiten
24,80 Euro

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