Herr Katō spielt Familie

Endlich ist ihr neuer Roman da! Sechs Jahre haben wir gewartet, seit Milena Michiko Flašar mit “Ich nannte ihn Krawatte” (Wagenbach, 2012) ihren fulminanten Erfolg hatte und wir uns darüber freuen konnten, dass sie bei uns daraus gelesen hat: Das war die allererste Lesung, die im gerade eröffneten ChickLit stattgefunden hat. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass sie wieder einen tollen Roman geschrieben hat: “Herr Katō spielt Familie”. Die Pension ist nicht das, was sich der Protagonist, dessen Name nicht Herr Katō ist, vorgestellt hat. Zeit für alles mögliche wäre zwar zuhauf vorhanden, aber die Motivation fehlt. Zusehr überwältigt ihn ein lähmendes Gefühl von Nutzlosigkeit nach Jahrzehnten intensiver Erwerbsarbeit. Doch wie wir es von Milena Michiko Flašar gewohnt sind, schleicht sich immer wieder ein leiser tröstlicher Optimismus zwischen die Zeilen und ins Leben des deprimierten Pensionisten.

Milena Michiko Flašar:  Herr Katō spielt Familie.
Wagenbach 2018
176 Seiten
20,60 Euro

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