Freitag, 21. Februar, 19:00,

Bettina Haidinger und Käthe Knittler präsentieren ihr neues Buch “Feministische Ökonomie”

Dieses INTRO gibt einen grundlegenden Einblick in feministische Kritiken an ökonomischen Theorien sowie in die wichtigsten Ansätze feministischer Theoriebildung. Es stellt ihre Entstehung und ihre Kernthemen dar. Die herrschende Wirtschaftstheorie und -politik sowie wesentliche ökonomische Kennzahlen und statistische Indikatoren werden als geschlechtsneutral präsentiert. Hinter diesen scheinbar neutralen Zahlen und Konzepten verstecken sich jedoch geschlechtliche Ungleichheiten, Herrschafts- und Ausbeutungsstrukturen werden so verdeckt.

Feministische Ökonomie deckt diese blinden Flecken auf, übt Kritik an den herrschenden Mainstream-, aber auch heterodoxen Ökonomiesträngen und entwickelt Gegenmodelle. Zu ihren Kernthemen zählen unter anderem die Kritik an der Neoklassik und dem ihr zugrunde liegenden Konzept des homo oeconomicus, die Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit, Care-Arbeit oder Gender Budgeting. Neben der systematischen Darstellung von theoretischen Debatten, wirtschaftspolitischen und makroökonomischen Prozessen und ihrer feministischen Kritik stellt das Buch aber auch Widerstandsstrategien, Alternativen und Utopien jenseits einer patriarchalen Ökonomie vor.

Bettina Haidinger und Käthe Knittler: Feministische Ökonomie. Mandelbaum Verlag 2013
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Zur Dolmetschung in Österreichische Gebärdensprache: Sollte es bei dieser Veranstaltung Bedarf nach einer Übersetzung geben, bitten wir um Anmeldung bis zum 3. Februar! So können wir Dolmetscher_innen organisieren. Da es bei unseren letzten Veranstaltungen keinen Bedarf gab, werden wir vorübergehend auf diese Form umsteigen und bitten um Verständnis.


Dienstag, 12. November, 19:00,

Wir freuen uns sehr, dass Karoline Boehm bei uns ihr Buch vorstellen wird!
Polyamorie bedeutet die Möglichkeit im Wissen und Einverständnis aller Beteiligten mehrere sexuelle und emotionale Beziehungen zur gleichen Zeit einzugehen. Sie bezeichnet somit ein Beziehungsmodell und die Idee einer vielgestaltigen intimen Verbundenheit. Karoline Boehm untersucht die nicht monogamen Handlungen in ihrem Buch vor dem Hintergrund gegenwärtiger, gesellschaftlicher Veränderungen. Ihren Fokus legt sie auf Praktiken der Intimität, sowie auf Aushandlungsprozesse in Biografien und polyamoren (Beziehungs-) Alltagen. Beleuchtet werden dabei Fragen von Identität, Begehren, Szenekonstitution, Normalisierung und Gestaltung der Lebensform, die ein facettenreiches Bild über den Wandel emotionaler und sexueller Kulturen zu erkennen geben.

Karoline Boehm: Praktiken der Polyamorie. Über offene Beziehungen, intime Netzwerke und den Wandel emotionaler Stile
Erschienen in der Reihe Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Ethnologie Wien, Band 35

Die Lesung findet mit Unterstützung des Bundesministeriums für Frauen und öffentlichen Dienst statt.
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Freitag, 11. Oktober, 20:00, auch in österreichischer Gebärdensprache,

Nadine Lantzsch präsentiert bei uns “Queer_Feminismus”. Wir freuen uns sehr!
(Achtung: Diesmal erst um 20:00!)

Der Band spürt den verschiedenen Geschichten und Theorien rund um Queer_Feminismus nach und zeigt exemplarisch, welche Aktions- und Widerstandsformen heute unter Queer_Feminismus gefasst werden. Dabei geht es nicht nur um Demonstrationen und Subkultur, sondern auch um die politische Ausgestaltung des Alltags.
Was bedeutet Queer_Feminismus? Welche Verantwortlichkeiten ergeben sich aus dem Begriff und wieviel Handlungspotenzial wohnt ihm inne?
Hegemoniale Geschichtsschreibung reduziert queer_feministische Forderungen auf Kämpfe, die hauptsächlich im Interesse bestimmter, gesellschaftlich privilegierter Personengruppen stattfinden und macht jene unsichtbar, die schon immer Teil queer_feministischen Aktivismus waren und sind.
Einführend wird versucht, Verbindungslinien, Leerstellen und Konflikte in queer_feministischer Geschichte und Gegenwart im deutschsprachigen Raum aufzuzeigen und zu diskutieren.
Damit einhergehend werden Beispiele queer_feministischer Praxen, Interventionen und Aktivismus vorgestellt sowie im Zuge dessen immer wieder auftretende Konflikte und Grenzen kritisch betrachtet. Queer_feministischer Aktivismus arbeitet heutzutage häufig mit dem Anspruch verschiedene Machtverhältnisse zusammenzudenken und in ihrer Verwobenheit zu bekämpfen. Wie wird dieser oft formulierte Anspruch in der Praxis umgesetzt – wo liegen die Grenzen der Umsetzung?

Leah Bretz, Nadine Lantzsch: Queer_Feminismus. Leben & Lebensrealität
Unrast Verlag 2013

Die Lesung findet mit Unterstützung des Bundesministeriums für Frauen und öffentlichen Dienst statt.
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In der FZ-Bar am 26. März, In der w23 am 28. März,

Das neu erschienene Buch basiert auf zahlreichen Interviews die von Aktivistinnen aus feministischen, antikapitalistischen
und antifaschistischen Gruppierungen in Westeuropa mit Kämpferinnen und Aktivistinnen der Frauenbefreiungsbewegung in Kurdistan 2010 geführt
wurden. Sie spiegeln die Utopien, Hoffnungen und Bedenken in einer Zeit wider, in der die kurdische Bewegung zwischen dem Aufbau einer alternativen
Gesellschaft und dem Widerstand gegen die Vernichtungsversuche des türkischen Staates und seiner Verbündeten stand. Die Interviews wurden
von einem Herausgeberinnenkollektiv aus Deutschland und Österreich als Buch herausgebracht. Es ist ein erstes umfassendes Buch in deutscher
Sprache über die Frauenorganisierung und Frauenbefreiungsbewegung in Kurdistan und über die Entwicklung und neuen Perspektiven des kurdischen
Befreiungskampfes aus der Sicht der Frauenbewegung.

Es wird zu den Hintergründen der Ermordung der drei kurdischen Aktivistinnen am 9. Jänner in Paris und zum aktuellen Stand der Ermittlungen und Protesten berichtet. Das Buch und einzelne Schwerpunkte werden von Aktivistinnen von Ceni-Kurdisches Frauenbüro für Frieden in Düsseldorf und von der AG Internationale Solidarität im FZ-Kommunikationszentrum für Frauen, Lesben und Mädchen vorgestellt.

Anschließend findet eine Diskussion statt.

Widerstand und gelebte Utopien.
Frauenguerilla, Frauenbefreiung und Demokratischer Konföderalismus in Kurdistan
Herausgeberinnenkollektiv, Mezopotamien Verlag, 2012, 600 Seiten, 15,- Euro

Dienstag, 26. März, 20:00
Frauenveranstaltung zur Buchvorstellung im FZ
Währingerstr. 59/6, 1090,
in der FZ-Bar, Eingang Prechtlgasse, bei der schwarz-roten Tür läuten

Donnerstag, 28. März, 20:00
Buchvorstellung in der W23
Wipplingerstr. 23, 1010,
die Stiege halb runter

 

Freitag, 15. März 2013, 19:00,

Wir freuen uns, die Präsentation von “Que[e]r zum Staat. Heteronormativitätskritische Perspektiven auf Staat, Macht und Gesellschaft” ankündigen zu können!

Das Verhältnis von „sexuellen Minderheiten“ und dem Staat scheint sich in den letzten Jahren entspannt zu haben: An die Stelle von Kriminalisierung und Verfolgung sind in westlichen Gesellschaften Toleranz und Akzeptanz getreten. Gleichgeschlechtliche Partner_innenschaften sind mittlerweile in vielen europäischen Ländern rechtlich anerkannt und auch offen homo­sexuell lebende Politiker_innen können „Karriere machen“. Ohne „sexuelle Minderheiten“ – so scheint es – ist kein Staat mehr zu machen. Vor diesem Hintergrund erstaunt die fehlende queer-theoretische Auseinandersetzung mit Dem Staat ebenso wie die fehlende staatstheoretische Beschäftigung mit Heteronormativität. Eben diesen Leerstellen arbeitet der Band Que[e]r zum Staat entgegen. Die einzelnen Beiträge veranschaulichen, dass sich Hetero­sexualität als Norm und Normalität weiterhin subtil durch alle Bereiche der Gesellschaft zieht.

Nicht zuletzt zeigen sie jedoch ebenso, dass Staat und Heteronormativität durch alltägliche Praxen reproduziert werden und dass diese somit durch Kritik, Verweigerung und Widerstand auch verändert werden können.

H. Haberler, K. Hajek, G. Ludwig, S. Paloni (Hg.): Que[e]r zum Staat. Heteronormativitätskritische Perspektiven auf Staat, Macht und Gesellschaft

Diese Veranstaltung wird von der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst unterstützt.

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Samstag, 9. März, 19:00,

Was ist dran am Mythos Wechseljahre? Zwei Ärztinnen decken auf, dass die Wechseljahre nicht das sind, wozu Medizin, Pharmaindustrie und Wellnessbetrieb sie machen. Dr. Mimi Szyper und Dr. Catherine Markstein räumen auf mit den Vorurteilen und zeigen, dass Frauen in den Wechseljahren oft gesünder sind als je zuvor! Und was ist mit den biologischen Veränderungen, wie etwa die verminderte Östrogenproduktion? Kein Problem, sondern ein Geschenk. Denn auch sie bedeutet bei näherem Hinsehen eine Verbesserung der Gesundheit. »Gestern jung und morgen schön« zeigt, dass unsere Vorstellung von den Wechseljahren ein aufgedrängtes, gesellschaftliches Konstrukt ist, von dem ausschließlich Medizin, Pharmazie und Kosmetikindustrie profitieren. Mit diesem Buch gibt es jetzt endlich die notwendige Darstellung darüber, wie viel Entfaltungs-möglichkeit die Wechseljahre tatsächlich bieten und wie viel Lust darin steckt, Frau zu sein. Egal in welchem Alter und in welcher Lebensphase.

Gestern jung und morgen schön. Wechseljahre – Schluß mit den Vorurteilen. 229 Seiten, Orlanda 2010

Diese Veranstaltung wird von der Bundesministerin für Frauen und öffentlichen Dienst unterstützt.

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In der Frauenberatung am 28.11.2012,

Eine gesellschaftliche Bewertung des Suizids. Eva Eichinger stellt ihr Buch vor.

Wer wollte sich schon unbegründet damit beschäftigen. Außer vielleicht professionell. Von Seiten der Autorin gab es einerseits Betroffenheit aus der Erfahrung und die Suche nach unterschiedlichen Interpretationen. Als Soziologin interessierte sie sich für eine historische und kritische Analyse des Diskurses. Was wird da gesellschaftlich angeboten: heute, früher, bei uns, in andern Kulturen? Und wer und was steckt dahinter, es so zu verstehen, so zu deuten, so zu behandeln? Wer sind die Expert/innen, was vertreten sie? Geht es um Wissen, um Definitionsmacht? Um Hilfe oder Kontrolle? Was hat sich im Lauf der Geschichte verändert oder erstaunlicherweise nur wenig? Welches Wissen war, ist dazu im Umlauf, welche Interventionen? Wer ist betroffen, wird angesprochen, wird behandelt? Gibt es Unterschiede, was Geschlecht und gesellschaftliche Positionen betrifft? Welche Gesellschaftssysteme stehen dahinter? Das Fragen steht im Vordergrund. Antworten als Wissen, als Theorien werden hinterfragt. Ein unbehagliches Thema aus dem rein Privaten oder rein Professionellen zu lösen, kann verunsichern aber auch befreien, wenn es in einen gesellschaftlichen Zusammenhang gestellt wird. Das Private und das Professionelle sind politisch – auch in dieser Sache.

Eva Eichinger: Suizidär. suizidal. suizidant. Suizid als pathologisches Phänomen? Diskurs. Genealogie. Analyse. Löcker 2011

Mittwoch, 28. November, 19:00 Uhr
Frauenberatung
Lehargasse 9/2/17
1060 Wien

In der Frauenberatung am 5.12.2012,

Worin besteht das subversive Potenzial der Geschlechterparodie in der hysterischen Konversion, der Anorexie und Bulimie, dem selbstverletzenden Verhalten und der dissoziativen Identität? Die Autorin verknüpft Judith Butlers Theorie der performativen Herstellung von Geschlecht mit psychosomatischen Krankheitsphänomenen und psychosozialer Beratungspraxis.
Diese feministisch-genealogische Perspektive bietet eine neue Herangehensweise an die Zusammenhänge von Sprache und Körper, Geschlecht und Gesellschaft und kann in Beratung, Psychotherapie und Medizin emanzipatorische Wirkung entfalten.
Dr. Bettina Zehetner, Philosophin, psychosoziale Beraterin bei „Frauen beraten Frauen“, Trainerin für Genderkompetenz, Lehrbeauftragte an den Instituten für Philosophie und Soziologie der Universität Wien.

Bettina Zehetner: Krankheit und Geschlecht.
Feministische Philosophie und psychosoziale Beratung.
Turia + Kant 2012

Mittwoch, 5. Dezember, 19:00 Uhr
Frauenberatung
Seitenstettengasse 5/7
1010 Wien

Hanna Hacker_Queer Entwickeln

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 19:00,

Dieser Band trägt in feministischer Perspektivierung zu einer kritischen Reflexion globaler Ungleichheit bei. Zur Diskussion gestellt werden aktuelle sozial- und kulturwissenschaftliche Aspekte entwicklungs- und globalisierungskritischer Intervention. Das Themenspektrum umfasst dabei populäre westeuropäische Fiction ebenso wie Abenteuerstories aus dem britischen Empire, Jacques Derrida in Johannesburg oder Julia Kristeva in China – und schließlich die Erfahrungsräume der Autorin selbst, zwischen Entwicklungspraxis in Westafrika und universitären Kämpfen in Österreich.
Hanna Hacker befragt Konzepte aus den feministischen, queeren und post­kolonialen Theorien, aus den Critical Whiteness Studies, ­Border Studies und radikalen Ansätzen der Kritischen Geografie auf ihren Nutzen für ein Verständnis internatio­naler Ungleichheitsverhältnisse, transkultureller Gewalt und transkulturellem Wissen. Schwerpunkte bilden die Gegenlektüre von Theorien und Praktiken der Internationalen Zusammenarbeit, der Begriff des Begehrens und Politiken des Erinnerns und der Geschichtsschreibung.

Wir freuen uns, dass Hanna Hacker bei uns ihr neues Buch präsentiert!

Queer entwickeln. Feministische und postkoloniale Analysen. 270 Seiten, Mandelbaum 2012

(Gefördertes Sonderprojekt der Österreichischen HochschülerInnenschaft)

Im ChickLit am 21.6. um 19:00,

Eine gesellschaftliche Bewertung des Suizids. Eva Eichinger stellt ihr Buch vor.
Wer wollte sich schon unbegründet damit beschäftigen. Außer vielleicht professionell. Von Seiten der Autorin gab es einerseits Betroffenheit aus der Erfahrung und die Suche nach unterschiedlichen Interpretationen. Als Soziologin interessierte sie sich für eine historische und kritische Analyse des Diskurses. Was wird da gesellschaftlich angeboten: heute, früher, bei uns, in andern Kulturen? Und wer und was steckt dahinter, es so zu verstehen, so zu deuten, so zu behandeln? Wer sind die Expert/innen, was vertreten sie? Geht es um Wissen, um Definitionsmacht? Um Hilfe oder Kontrolle? Was hat sich im Lauf der Geschichte verändert oder erstaunlicherweise nur wenig? Welches Wissen war, ist dazu im Umlauf, welche Interventionen? Wer ist betroffen, wird angesprochen, wird behandelt? Gibt es Unterschiede, was Geschlecht und gesellschaftliche Positionen betrifft? Welche Gesellschaftssysteme stehen dahinter? Das Fragen steht im Vordergrund. Antworten als Wissen, als Theorien werden hinterfragt. Ein unbehagliches Thema aus dem rein Privaten oder rein Professionellen zu lösen, kann verunsichern aber auch befreien, wenn es in einen gesellschaftlichen Zusammenhang gestellt wird. Das Private und das Professionelle sind politisch – auch in dieser Sache.

Eva Eichinger: Suizidär. suizidal. suizidant. Suizid als pathologisches Phänomen? Diskurs. Genealogie. Analyse. Löcker 2011

Veranstaltet von Hedi Presch und Margret Lammert

Donnerstag, 21. Juni, 19:00 Uhr
Buchhandlung ChickLit
Kleeblattgasse 7
1010 Wien