In der Frauenberatung am 28.11.2012,

Eine gesellschaftliche Bewertung des Suizids. Eva Eichinger stellt ihr Buch vor.

Wer wollte sich schon unbegründet damit beschäftigen. Außer vielleicht professionell. Von Seiten der Autorin gab es einerseits Betroffenheit aus der Erfahrung und die Suche nach unterschiedlichen Interpretationen. Als Soziologin interessierte sie sich für eine historische und kritische Analyse des Diskurses. Was wird da gesellschaftlich angeboten: heute, früher, bei uns, in andern Kulturen? Und wer und was steckt dahinter, es so zu verstehen, so zu deuten, so zu behandeln? Wer sind die Expert/innen, was vertreten sie? Geht es um Wissen, um Definitionsmacht? Um Hilfe oder Kontrolle? Was hat sich im Lauf der Geschichte verändert oder erstaunlicherweise nur wenig? Welches Wissen war, ist dazu im Umlauf, welche Interventionen? Wer ist betroffen, wird angesprochen, wird behandelt? Gibt es Unterschiede, was Geschlecht und gesellschaftliche Positionen betrifft? Welche Gesellschaftssysteme stehen dahinter? Das Fragen steht im Vordergrund. Antworten als Wissen, als Theorien werden hinterfragt. Ein unbehagliches Thema aus dem rein Privaten oder rein Professionellen zu lösen, kann verunsichern aber auch befreien, wenn es in einen gesellschaftlichen Zusammenhang gestellt wird. Das Private und das Professionelle sind politisch – auch in dieser Sache.

Eva Eichinger: Suizidär. suizidal. suizidant. Suizid als pathologisches Phänomen? Diskurs. Genealogie. Analyse. Löcker 2011

Mittwoch, 28. November, 19:00 Uhr
Frauenberatung
Lehargasse 9/2/17
1060 Wien

In der Frauenberatung am 5.12.2012,

Worin besteht das subversive Potenzial der Geschlechterparodie in der hysterischen Konversion, der Anorexie und Bulimie, dem selbstverletzenden Verhalten und der dissoziativen Identität? Die Autorin verknüpft Judith Butlers Theorie der performativen Herstellung von Geschlecht mit psychosomatischen Krankheitsphänomenen und psychosozialer Beratungspraxis.
Diese feministisch-genealogische Perspektive bietet eine neue Herangehensweise an die Zusammenhänge von Sprache und Körper, Geschlecht und Gesellschaft und kann in Beratung, Psychotherapie und Medizin emanzipatorische Wirkung entfalten.
Dr. Bettina Zehetner, Philosophin, psychosoziale Beraterin bei „Frauen beraten Frauen“, Trainerin für Genderkompetenz, Lehrbeauftragte an den Instituten für Philosophie und Soziologie der Universität Wien.

Bettina Zehetner: Krankheit und Geschlecht.
Feministische Philosophie und psychosoziale Beratung.
Turia + Kant 2012

Mittwoch, 5. Dezember, 19:00 Uhr
Frauenberatung
Seitenstettengasse 5/7
1010 Wien

Hanna Hacker_Queer Entwickeln

Donnerstag, 25. Oktober 2012, 19:00,

Dieser Band trägt in feministischer Perspektivierung zu einer kritischen Reflexion globaler Ungleichheit bei. Zur Diskussion gestellt werden aktuelle sozial- und kulturwissenschaftliche Aspekte entwicklungs- und globalisierungskritischer Intervention. Das Themenspektrum umfasst dabei populäre westeuropäische Fiction ebenso wie Abenteuerstories aus dem britischen Empire, Jacques Derrida in Johannesburg oder Julia Kristeva in China – und schließlich die Erfahrungsräume der Autorin selbst, zwischen Entwicklungspraxis in Westafrika und universitären Kämpfen in Österreich.
Hanna Hacker befragt Konzepte aus den feministischen, queeren und post­kolonialen Theorien, aus den Critical Whiteness Studies, ­Border Studies und radikalen Ansätzen der Kritischen Geografie auf ihren Nutzen für ein Verständnis internatio­naler Ungleichheitsverhältnisse, transkultureller Gewalt und transkulturellem Wissen. Schwerpunkte bilden die Gegenlektüre von Theorien und Praktiken der Internationalen Zusammenarbeit, der Begriff des Begehrens und Politiken des Erinnerns und der Geschichtsschreibung.

Wir freuen uns, dass Hanna Hacker bei uns ihr neues Buch präsentiert!

Queer entwickeln. Feministische und postkoloniale Analysen. 270 Seiten, Mandelbaum 2012

(Gefördertes Sonderprojekt der Österreichischen HochschülerInnenschaft)

Im ChickLit am 21.6. um 19:00,

Eine gesellschaftliche Bewertung des Suizids. Eva Eichinger stellt ihr Buch vor.
Wer wollte sich schon unbegründet damit beschäftigen. Außer vielleicht professionell. Von Seiten der Autorin gab es einerseits Betroffenheit aus der Erfahrung und die Suche nach unterschiedlichen Interpretationen. Als Soziologin interessierte sie sich für eine historische und kritische Analyse des Diskurses. Was wird da gesellschaftlich angeboten: heute, früher, bei uns, in andern Kulturen? Und wer und was steckt dahinter, es so zu verstehen, so zu deuten, so zu behandeln? Wer sind die Expert/innen, was vertreten sie? Geht es um Wissen, um Definitionsmacht? Um Hilfe oder Kontrolle? Was hat sich im Lauf der Geschichte verändert oder erstaunlicherweise nur wenig? Welches Wissen war, ist dazu im Umlauf, welche Interventionen? Wer ist betroffen, wird angesprochen, wird behandelt? Gibt es Unterschiede, was Geschlecht und gesellschaftliche Positionen betrifft? Welche Gesellschaftssysteme stehen dahinter? Das Fragen steht im Vordergrund. Antworten als Wissen, als Theorien werden hinterfragt. Ein unbehagliches Thema aus dem rein Privaten oder rein Professionellen zu lösen, kann verunsichern aber auch befreien, wenn es in einen gesellschaftlichen Zusammenhang gestellt wird. Das Private und das Professionelle sind politisch – auch in dieser Sache.

Eva Eichinger: Suizidär. suizidal. suizidant. Suizid als pathologisches Phänomen? Diskurs. Genealogie. Analyse. Löcker 2011

Veranstaltet von Hedi Presch und Margret Lammert

Donnerstag, 21. Juni, 19:00 Uhr
Buchhandlung ChickLit
Kleeblattgasse 7
1010 Wien

DIENSTAG, 12. JUNI, 19:00,

Gegenwärtige Prozesse der Normalisierung von Lesben und Schwulen müssen aus queer-feministischer Perspektive ambivalent bewertet werden: Einerseits eröffnen sie neue Möglichkeitsräume und Rechte, andererseits sind mit ihnen neue Anpassungsleistungen und Grenzziehungen verbunden.
Welche Mechanismen und Bedingungen dieser Normalisierung zugrunde liegen und welche Effekte sie hat, wird in dieser Studie an Beispielen der rechtlichen Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paarbeziehungen herausgearbeitet. Dabei werden insbesondere die Debatten um die Einrichtung separater Partner_innenschaftsgesetze sowie die Diskussion zur Öffnung der Ehe untersucht. Vor diesem Hintergrund werden konkrete Vorschläge für eine grundlegende Neubestimmung der Familienpolitik formuliert, um die gewonnenen Einblicke für einen Ansatz einer radikalen Familienrechtsreform produktiv zu machen.

Sushila Mesquita präsentiert ihr Buch im Gespräch mit Elisabeth Holzleithner.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Juridikum – Zeitschrift für Kritik, Recht, Gesellschaft statt.

Sushila Mesquita: Ban Marriage. Ambivalenzen der Normalisierung aus queer-feministischer Perspektive. Zaglossus 2012

(Gefördertes Sonderprojekt der Österreichischen HochschülerInnenschaft)

DONNERSTAG, 31. Mai, 19:00,

Zu den Orten Wiener Frauengeschichte in vier Spaziergängen.

Petra Unger hat einmal mehr die Wiener Geschichte und Geografie auf ihre bedeutenden Frauen abgesucht und ist ihnen im wahrsten Sinne des Wortes nachgegangen. Mit vier Spaziergängen durch die Stadt lädt die Autorin ein, auf den Spuren bekannter und unbekannter, auf alle Fälle aber beeindruckender Frauen zu wandeln und im Gehen die Frauengeschichte der Stadt zu erfahren. Mit zahlreichen Abbildungen, vielen Tipps und übersichtlichen Stadtplänen.
(Metroverlag)

Auch ChickLit findet sich als Station in Petra Ungers Frauenspaziergängen wieder. Wir freuen uns sehr, dass sie bei uns über ihr Buch sprechen wird!

Petra Unger: Frauenspaziergänge. Entdeckungsreisen durch Wien. Metroverlag 2012

(Gefördertes Sonderprojekt der Österreichischen HochschülerInnenschaft)

Freitag, 30. März, 18:00,

„Precarias a la deriva“ ist eine Initiative zwischen Forschung und Aktivismus, die aus dem feministischen Sozialzentrum „La EskaleraKarakola“ in Madrid hervorging. Während des Generalstreiks in Spanien2002 fand sie sich zusammen, um die Möglichkeit des Handelns bzw. des Streiks in Zeiten der Prekarität zu erproben. Im Vordergrund ihres Interesses steht dabei nicht die Produktion eines Wissens über »Betroffene«, sondern die Untersuchung der eigenen Arbeits- und Lebensverhältnisse im Spannungsverhältnis Prekarisierung, Feminisierung der Arbeit und dem Kontinuum Sex-Aufmerksamkeit-Sorge. Die Frage »Was ist dein Streik?« bildet den Ausgangspunkt ihrer militanten Untersuchung.

Birgit Mennel präsentiert das von ihr übersetzte Buch „Was ist dein Streik?“ im Gespräch mit Lisbeth Kovacic/PrekärCafé. Wir freuen uns darauf!

Precarias a la deriva: „Was ist dein Streik?“ Militante Streifzüge durch die Kreisläufe der Prekarität. 184 Seiten, Turia + Kant 2011

(Gefördertes Sonderprojekt der Österreichischen HochschülerInnenschaft)