Alle Veranstaltungen finden, außer wenn anders angegeben, in der Buchhandlung ChickLit statt. Der Eintritt ist frei.

Donnerstag, 15. Jänner 2015, 19:00,

Sarah Diehl stellt bei uns ihr neues Buch vor:

Unverrückbar steht die Front zwischen Müttern und Nicht-Müttern: »Man muss wahnsinnig sein, heute noch Kinder zu kriegen«, hieß es im Januar 2014 in der FAS. Kurz darauf kam die Antwort: »Ruhe, ihr Jammerfrauen! Eure Ausreden zum Kinderkriegen sind narzisstisch und absurd.« Dabei kann eine Frau heute frei zwischen verschiedenen Lebensmodellen wählen. Dennoch dominiert in unserer Gesellschaft noch immer die Vorstellung, dass potentiell alle Frauen den Kinderwunsch in sich tragen. Kein Kind zu wollen, gilt als unnatürlich, egoistisch oder feige. Sarah Diehl, Mitte 30 und selbst kinderlos, hat Frauen interviewt, die freiwillig keine Mütter sind. Sie hat erfahren, dass die Gründe vielfältig sind, Egoismus oder Narzissmus gehören nicht dazu. Ihr Buch ist das überfällige Plädoyer für eine vorurteilsfreie und zeitgemäße Einstellung zu Mutterschaft und weiblicher Identität.

Sarah Diehl:  Die Uhr, die nicht tickt.
Arche 2014

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Freitag, 28. November 2014, 19:00,

Eva Geber hat Emma Adlers “Die berühmten Frauen der französischen Revolution 1789-1795” neu herausgegeben und mit einem ausführlichen Nachwort versehen. Bei uns stellt sie es vor und wir freuen uns darauf!

Emma Adlers Opus Magnum »Die berühmten Frauen der französischen Revolution 1789 – 1795« erschien 1906 und stellt eine Pionierarbeit der Frauengeschichtsschreibung dar. Vorurteilsfrei widmet Emma Adler sich den Frauen jeglicher revolutionärer Richtung, weshalb sich Charlotte Corday, die Marat erstach, ebenso darin findet, wie Olympe de Gouges mit ihrer Deklaration der Rechte der Frauen. »Die Gleichheit vor dem Schafott war die einzige, die die Revolution für die Frauen wirklich festgestellt hat«, stellt Adler nüchtern fest. Ihr Mann, Viktor Adler, der Begründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs, kritisierte das Buch hart: »? allen Respekt vor der Arbeit – aber, so viel ich sehe, ist es erzreaktionär«. Er überlegt ironisch, sich öffentlich von ihr zu distanzieren, »sonst bringen sie mich noch auf die Guillotine, gegen die du eine gänzlich unbegründete Abneigung hast«.
Diese Kostbarkeit einer Würdigung von zehn Frauen, die in der Geburtsstunde der Zivilgesellschaft bereit waren, ihr Leben für die revolutionären Ideale aufs Spiel zu setzen, liegt nun nach über 100 Jahren wieder vor. Eva Geber hat es durchgesehen und ein Nachwort über Leben und Werk Emma Adlers hinzugefügt.

Emma Adler: Die berühmten Frauen der französischen Revolution. herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Eva Geber. Mandelbaum 2014

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Freitag, 14. November 2014, 19:00,

Die Publikumspreisträgerin beim letztjährigen Bachmann-Wettbewerb, Nadine Kegele, liest bei uns aus ihrem Roman “Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause”.

Nadine Kegele hat die seltene Gabe, Poesie und Komik zu verknüpfen. Nach ihrem Erzähldebüt Annalieder legt die österreichische Autorin nun ihren Debütroman vor. In “Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause” ist nicht nur das Wetter existenziell, auch die Leben der in bunten Farben schillernden Figuren sind es.
Nora bringt einen Hund um und vielleicht war es Mord. Die Füchsin füttert Blutegel, wenn sie nicht gerade Yoga macht. Vera ist Comic-Heldin im eigenen Sektimperium. Und Ruth eine Lesbe, die ein Kind will, Geschlecht egal, Hauptsache kein Junge und kein Mädchen. Und während die Freundinnen ein Leben versuchen, das sich nicht bloß gut anfühlt, sondern auch gut ist, liegt eine Mutter im Koma und stirbt hoffentlich, wenn es nach ihrer Tochter geht.
Nadine Kegeles Romandebüt ist bereits vor Erscheinen preisgekrönt: Für eine Arbeitsfassung erhielt die Autorin 2013 den Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause beschreibt das Leben in Worten, so unglaublich treffend, als wären sie für Nadine Kegele erfunden worden.

Nadine Kegele: Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause.
Czernin 2014

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Donnerstag, 6. November 2014, 19:00,

Cornelia Jönsson reist aus Berlin an, um uns aus ihren polyamoren und queeren Liebesgeschichten vorzulesen!

Geschichten über junge Großstadtmenschen, die miteinander in Beziehung stehen, sexuell, in Liebe, in Abhängigkeit. Sie sind lesbisch, hetero oder bisexuell, in einigen Geschichten erleben Frauen, die in heterosexuellen Beziehungen stecken, das erste Mal Sex mit anderen Frauen. Sie lieben eine/n oder lieben viele, streiten sich, schlafen miteinander. Teils spielen die Erzählungen im Fantasyambiente, so treiben auch Nixen und Vampirinnen ihr Unwesen. Sie können die Dramen des Begehrens verschärft und mörderischer ausspielen.
Jönsson schreibt hart, schonungslos und unbarmherzig, manchmal wirken ihre Sätze wie atemlose Spoken-Word Performances. Doch unter der Härte der Sprache, hinter den manches Mal brutalen Handllungssträngen ist immer wieder eins zu erahnen: die Liebe. Sie zeigt sich in vielen Varianten, im Scheitern, im Glück, in ihrer Zartheit und Verletzlichkeit, selbst in einer schmierigen Bahnhofskneipe morgens um fünf, nach durchwachter Nacht und endlosem Streit.
(Konkursbuch)

Cornelia Jönsson: Fischfang.
Konkursbuch 2013

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Donnerstag, 23. Oktober, 19:00,

Jana Volkmann wird bei uns aus ihrer druckfrischen Erzählung “Fremde Worte” lesen, die soeben in der Textlichtreihe der Edition Atelier erschienen ist.

Hanna ist eine leidenschaftliche Buchkäuferin. Vielmehr als die AutorInnen oder Inhalte interessiert sie jedoch die Vorgeschichte der Bücher. Regel­mäßig durchstreift sie die Antiquariate ihrer Heimatstadt – stets auf der Suche nach einer Widmung, deren Hintergründe sie sich erdenken kann. Wie ein Zaungast blickt sie in die Leben fremder Menschen. Was als harmloses Spiel begonnen hat, wird jedoch immer mehr zu einem Rückzug Hannas von der Wirklichkeit. Bis sie einer Frau begegnet, die ihr Leben als Einzelgängerin stört.
Eine ergreifende Geschichte über eine junge Frau, die sich in ihrer Fantasie verliert – und über das Leben mit Büchern.

Jana Volkmann: Fremde Worte.
Edition Atelier  2014

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Freitag, 10. Oktober, 19:00,

Wir freuen uns, zu unserer ersten Lesung nach der Sommerpause Bettina Balàka mit ihrem neuen Roman “Unter Menschen” bei uns begrüssen zu dürfen!

Berti heißt auch Fekete, Robert Pattinson, Ricky, Zorro und Bagheera. Er ist das Ergebnis der unglücklichen Liaison eines Jack Russell Terriers mit einem Straßenköter, er sieht aus wie ein schwarzer Fleck und benimmt sich wie ein übermütiges Kind. Er ruiniert die Geschäfte eines ungarischen Welpenhändlers, bricht einer Zwölfjährigen das Herz, weckt die Lebensgeister eines neurotischen Physikers und landet auf der Müllhalde eines Haustiermessies. Überall, wo er hinkommt, hinterlässt er seine Spuren in den Herzen und in den Leben seiner Menschen, die er als kleiner Schatten ihres Glücks und Unglücks begleitet.
Bettina Balàka erzählt in ihrem neuen Roman nur scheinbar die Geschichte eines Hundelebens: Unter Menschen ist zugleich ein Reigen zwischenmenschlicher Tragödien und Komödien – grandios komponiert, durchtrieben ironisch und unterhaltsam, voll überraschendem Witz und geistreicher Erkenntnis.

Bettina Balàka: Unter Menschen.
Haymon 2014

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Freitag, 27. Juni, 19:00

Wir freuen uns, diesmal gemeinsam mit den WeiberDiwan-Redakteurinnen zur Lesung von Gertraud Klemm einladen zu dürfen! Außerdem wird der neue WeiberDiwan präsentiert!

In einem großen Haus voller Kinder wächst ein Mädchen auf wie alle anderen; statt für Puppen interessiert sie sich für Wasserkäfer, und dass im Fernsehen immer nur Männer kochen, irritiert sie. Sie wird allmählich erwachsen – Diätwahn, sexuelle Eskapaden, Zorn, Sehnsucht, Orientierungslosigkeit und Selbstzweifel inbegriffen. Sie lässt sich treiben, von Schule zu Uni zu Arbeitsplatz, von Beziehung zu Beziehung – immer auf der Suche nach ihrer Bestimmung »als Frau«, hinter der sie dumpf die Mutterschaft vermutet (und befürchtet): Alle Welt scheint nichts anderes im Kopf zu haben als sich fortzupflanzen. Aber so viel Unentschlossenheit geht nicht allzu lange gut.
Gertraud Klemms Debüt bei Droschl ist ein vor Lebendigkeit sprudelnder Roman mit wachem, klarem Blick auf alte und neue Geschlechterrollen. Sein Witz und sein Humor übertönen aber nie den Ernst der Lage – nämlich die Trägheit der Verhältnisse, den Druck der inneren Zwänge und Neurosen und die Aussichtslosigkeit, wenn alles anders läuft als geplant …
Mit Herzmilch ist Gertraud Klemm ein Romanerstling gelungen, der ein altes und immer gleich heißes Eisen originell, schonungslos und temperamentvoll anpackt und neu formuliert.
(Gertraud Klemm liest beim BACHMANNPREIS 2014.
Tage der deutschsprachigen Literatur Klagenfurt, 29.6. – 6.7.2014)

Gertraud Klemm: Herzmilch.
Droschl 2014

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Dienstag, 10. Juni, 19:00,

Wir freuen uns auf die Lesung mit Ulrike Schmitzer aus ihrem neuen Roman “Es ist die Schwerkraft, die uns umbringt”!

Kira träumt schon ihr ganzes Leben vom Weltraum. Neben ihrem Job in einem Labor testet sie in der simulierten Schwerelosigkeit die Ausrüstung für Astronauten. Sie soll an einer Isolationsstudie teilnehmen, einer Simulation für zukünftige Marsreisen. Eigentlich verrückt genug. Doch als sie herausfindet, dass sie eine Zwillingsschwester hat, die ebenfalls Teil des Programmes ist, und ihr ein mysteriöser »Taucher« Avancen macht, beginnt sie zu zweifeln und zu recherchieren.
“Es ist die Schwerkraft, die uns umbringt” ist ein souveräner Roman über den Traum vom Weltall, der die Schwächen der Spezies Mensch erst deutlich macht.

Ulrike Schmitzer: Es ist die Schwerkraft, die uns umbringt.
Edition Atelier 2014

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Sonntag, 15. Juni im PRIDE VILLAGE,

Lilly Axster liest im Pride Village aus ihrem neuen Buch. Wir freuen uns darauf!
In einem sensationellen 100-Meter-Lauf gewinnt der bisher unbekannte Lan Gold. Im Moment des größten Triumphes, einer Extrarunde durch das Stadion, wirft der schnellste Läufer der Welt seine Trainingsjacke in die jubelnde Menge. Aus der Jackentasche fällt ein kleines weißes Etwas heraus, das der Silbermedaillengewinner aufhebt – ein Tampon. Nun weiß noch jemand um das Geheimnis: Lan ist eine Läuferin.

Lilly Axster erzählt die poetisch-politische Geschichte von Atalanta, einer zugleich mythischen und sehr heutigen Figur, die von klein auf Körpermarkierungen und Geschlechterkategorien infrage stellt, Trennlinien überschreitet und wider alle Hindernisse ihre eigenen Bahnen zieht.

Lilly Axster: Atalanta Läufer_in
Zaglossus 2014

Die Lesung findet um 18:30 im Pride Village am Wiener Rathausplatz statt.
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Dienstag, 13. Mai, 19:00,

Rae Spoon liest aus “First Spring Grass Fire” und “Gender Failure”. Wir freuen uns!

Transgender indie electronica singer-songwriter Rae Spoon has six albums to their credit, including 2012’s I Can’t Keep All of Our Secrets. This first book by Rae (who uses “they” as a pronoun) is a candid, powerful story about a young person growing up queer in a strict Pentecostal family in Alberta.

The narrator attends church events and Billy Graham rallies faithfully with their family before discovering the music that becomes their salvation and means of escape. As their father’s schizophrenia causes their parents’ marriage to unravel, the narrator finds solace and safety in the company of their siblings, in their nascent feelings for a girl at school, and in their growing awareness that they are not the person their parents think they are. With a heart as big as the prairie sky, this is a quietly devastating, heart-wrenching coming-of-age book about escaping dogma, surviving abuse, finding love, and risking everything for acceptance.

Rae Spoon is a transgender musician and author originally from Calgary, Canada. They have been nominated for a Polaris Prize, toured internationally, and released seven solo albums, the most recent being My Prairie Home (2013). Rae is the author of the Lambda Literary Award finalist First Spring Grass Fire and most recently co-authored Gender Failure with Ivan E Coyote (and exploration of how the gender binary fails us all at some point). Their essay “Femme Cowboy” was featured in the anthology Persistence: All Ways Butch and Femme. Rae is the subject of a Canadian National Film Board documentary – musical titled My Prairie Home (2013), which screened at film festivals internationally, including the Sundance 2014 Film Festival. They will be reading from their two most recent books.

Rae Spoon: First Spring Grass Fire
Arsenal Pulp Press
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Rae Spoon/Ivan E. Coyote: Gender Failure
Arsenal Pulp Press 2014   (Lieferbar ab Juni 2014)
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