Freitag, 14. Oktober 2016, 19:00,

Sylvia Köchl präsentiert bei uns ihr Buch »Das Bedürfnis nach gerechter Sühne«. Wege von »Berufsverbrecherinnen« in das Konzentrationslager Ravensbrück

Die Nazis träumten von einer verbrechensfreien Gesellschaft. Sie zogen Ideen und Dis­kur­se rechtsextremer Kriminalisten heran und konzipierten die »vorbeugende Ver­bre­chens­­bekämpfung«. Sie wollten also Ver­brechen »be­kämp­fen«, bevor sie über­haupt geschahen. Men­schen wurden als »Berufs­ver­bre­che­rIn­nen« klassi­fiziert und in »Vorbeugungs­haft« genommen, das heißt, in einem Kon­zen­tra­tions­lager interniert und mit dem »grünen Win­­kel« gekennzeichnet.
Dieses Buch erzählt die Geschichten von acht »Berufsverbrecherinnen« – vorbestrafte Abtreiberinnen und Diebinnen aus Österreich, die ins Frauen-KZ Ravensbrück deportiert wurden.
Über diese KZ-Häftlingsgruppe ist bis heute fast nichts bekannt, und von den Opfern existieren keinerlei Selbstzeugnisse. Anhand von Gerichtsakten rekonstruiert Sylvia Köchl die Biografien und arbeitet ein bisher unbekanntes Kapitel der NS-Geschichte auf.

Den Fokus der Präsentation legt Sylvia Köchl auf Österreicherinnen, die wegen Abtreibungen,
die sie an anderen Frauen ausgeführt haben, mehrfach gerichtlich vorbestraft waren und im Nationalsozialismus als “Berufsverbrecherinnen” ins KZ Ravensbrück deportiert wurden.

Sylvia Köchl
“Das Bedürfnis nach gerechter Sühne”
Mandelbaum 2016

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*** Bei Bedarf nach Dolmetschung in ÖGS, bitte bei uns melden! ***

Dienstag, 26. April 2016, 19:00,

Hanna Hacker präsentiert bei uns ihr neues Buch.

Lange Zeit waren in Bezug auf Studien zu Lesben, Schwulen und Transgenderpersonen psychiatrische, pathologisierende und kriminalisierende Ansätze vorherrschend, deren Nachwirkungen bis heute erkennbar sind. Erst allmählich begann ein Korpus kritischen Wissens zu entstehen, der sich von den älteren Ansätzen distanziert.
Hanna Hackers Studie ist ein wichtiger Beitrag zu diesem Korpus und war die erste umfassende Studie zur Geschichte lesbischer Lebensformen und Beziehungen, Bewegungen und Kulturen im deutschsprachigen Raum.
Nachdem das Buch mehrere Jahre vergriffen war, machen wir es der Öffentlichkeit nun durch eine überarbeitete und ergänzte Neuauflage wieder zugänglich. Die Neuauflage hat vor allem auch das Ziel, derzeit kaum miteinander verbundene frühere Perspektiven und neuere Ansätze aus dem Queer-Bereich zusammenzuführen.

Hanna Hacker: Frauen* und Freund_innen. Lesarten “weiblicher Homosexualität” Österreich, 1870-1938
Zaglossus 2015

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit Stichwort. Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung statt.

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Diese Veranstaltung wird unterstützt vom Referat für feministische Politik und dem queer_referat der Österreichischen Hochschüler_innenschaftoeh logo

Freitag, 4. Dezember 19:00,

Bärbel Danneberg im Gespräch mit Lisbeth N. Trallori

ÜBER IHR NEUES BUCH „Der Körper als Ware. Feministische Interventionen“
Darin geht Lisbeth N. Trallori den Interessen nach, die zur „Landnahme“ des weiblichen Körpers führten. Wie tiefgreifend in der Transformation menschlicher Körperlichkeit grundlegende Regulativa von Herrschaft, Macht und Geschlechterpolitik eingelassen sind, lässt sich anhand der einzelnen Textabschnitte nachvollziehen, die in unterschiedlichen Zeiträumen und Kontexten entstanden sind.
„Der Körper als Ware“ ist eine Streitschrift wider die Ausbeutung, totale Liberalisierung und Ökonomisierung menschlicher Körper.

Am Akkordeon: Maren Rahmann

Lisbeth N. Trallori: Der Körper als Ware. Feministische Interventionen.
Mandelbaum 2015

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Diese Veranstaltung wird unterstützt von
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Freitag, 13. November, 19:00,

Rubia Salgado präsentiert ihr neues Buch:

Der Kampf um Anerkennung, das Wissen um Unterwerfung, die Umarbeitung der Anrufungen, die Fragen nach widerständiger Handlungsfähigkeit, das Annehmen einer strategischen Identität als Ausgangsbasis der politischen Artikulation und das Abtasten der Grenzen eines (selbst)proklamierten strategischen Essenzialismus, das Ringen um Protagonismus und seine möglichen Definitionen und Austragungen, das Zelebrieren einer anthropophagischen Haltung und das Hinterfragen dieses Konzeptes, der Horizont der gegenhegemonialen Wissensproduktion und der Kulturarbeit abseits multikulturalistischer Konzepte und Praxen, das Sich-Widersprechen, das transformative Aneignen der hegemonialen Sprache, das Betrachten von Sprache als realitätskonstituierend, das Befragen des Lehrens der hegemonialen Sprache als Zurichtung. Die Bemühung um ein Sprechen und ein Handeln im Widerstand und im Dissens zur herrschenden Selbstverständlichkeit der Diskriminierungen. Ein Schreiben im Kollektiv verortet, eingebettet, eingerahmt. Fragen, Nachdenken und eroberte Perspektiven aus dem Denken und Handeln in einer Selbstorganisation.

Das Buch versammelt eine Auswahl von Texten, die in den letzten 20 Jahren von Rubia Salgado als maiz Frau* verfasst wurden: Noch nicht veröffentlichte literarische Texte der Autor_in stellen einen Zwischenraum im Buch her. Das Private, das unaufhörlich politisch bleibt, und die öffentlichen politischen Positionierungen durchgehend verschränkt: Verletzlichkeit und Widerstand.

 
*** Bei Bedarf nach Dolmetschung in ÖGS, bitte bei uns melden! ***

 
Rubia Salgado/ maiz: Aus der Praxis im Dissens.
transversal texts, September 2015

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Corinne Rufli in Magdas Kantine, 15.9.2015, 19:00,

Buchpräsentation
„Seit dieser Nacht war ich wie verzaubert.

Frauenliebende Frauen über siebzig erzählen“
der Schweizer Autorin Corinne Rufli mit Lesung und Diskussion Birgit Meinhard-Schiebel
(Grüne Senior_innen) und 2 Protagonistinnen aus dem Buch
Anschließend Buffet & Getränk. Bücherstand ChickLit

Renate (84) nennt sich Lesbe, ist aber mit einem Mann verheiratet. Berti (78) liebt Elisabeth
(77) seit über vierzig Jahren, ist vierfache Großmutter und geschieden. Margrit (81) führte in den
1960er-Jahren Tanzabende für Frauen durch. Liva (82) betete nach ihrem ersten Mal mit einer
Frau das Vaterunser. Ältere Frauen, die Frauen lieben, sind in unserer Gesellschaft bis heute nicht
sichtbar. Erstmals blicken in diesem Band elf Frauen über siebzig auf ihr Leben zurück. Sie erzählen,
wie sie ihre Beziehungen in der bürgerlichen Enge der 1940er- bis 1960er-Jahre in der Schweiz
gestalteten, wie sie einen Mann heirateten oder sich in eine Frau verliebten, wie sie von der Frauenbewegung
angezogen oder abgestoßen waren, und wie sie heute leben. Ihre Geschichten sind
voller Lebenslust – berührend und bislang unerhört. Sie zeigen aber auch die Ausgrenzung von
Frauen, die sich nicht dem Ideal der Hausfrau und Mutter unterwerfen wollten, und dokumentieren
die Vielfalt eines Frauenlebens jenseits von Kategorien.

Corinne Rufli: Seit dieser Nacht war ich wie verzaubert. Frauenliebende Frauen über siebzig erzählen.
Hier und Jetzt 2015
35 Euro

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Im ChickLit, am 7.3.2015, 18:00, Anne Wizorek,

Weil ein #Aufschrei nicht reicht
Anne Wizorek präsentiert ihr Buch:

Feminismus? Fuck yeah! Anne Wizorek löste mit ihrem Twitter-Hashtag einen riesigen Sturm im Netz aus. Tausende Frauen nutzen “Aufschrei” als Ventil, um ihren Erfahrungen mit dem alltäglichen Sexismus Luft zu machen. Der Erfolg der Aktion macht deutlich: Von Geschlechtergerechtigkeit sind wir noch weit entfernt, sexuelle Belästigung und Diskriminierung bleiben ein brennendes Problem. Erfrischend unakademisch zeigt Anne Wizorek, warum unsere Gesellschaft dringend eine neue feministische Agenda braucht. Sehr persönlich beschreibt sie ihren Weg zur Aktivistin und ermutigt dazu, selbst aktiv zu werden im Großen wie im Kleinen.

Anne Wizorek: Weil ein Aufschrei nicht reicht. Für einen Feminismus von heute.
Fischer 2014
15,50 Euro
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Eine Veranstaltung des Genderraums

Freitag, 6. März 2015, 19:30, auch in ÖGS,

Maria Katharina Wiedlack präsentiert ihr neues Buch:

This monography highlights queer-feminist punk productions, protagonists and scenes within punk rock and provides a historic overview from the 1980s until today. The book shows how queer-feminist punk is capable of negotiating and communicating queer-feminist theoretical positions in a non-academic setting, thereby producing alternative forms of political movement and of queer theory.
By combining feminist and decolonial accounts with their specific punk philosophy of anti-social queerness and expressions of negativity and anger, these countercultural forms of politics and theory parallel recent developments in the academic field that have become known as anti-social or anti-relational queer theory. In contrast to academic theory, which argues that queerness as a negative force is unable to support social relations and can never be used for political actions, queer-feminist punk politics have – as this book shows – the potential to form new and exciting social bonds that exceed normative forms of relationality.
The effects queer-feminist punk movements have beyond the limits of their countercultural spheres are highlighted by an analysis of how queer-feminist punk activists engage in the context of contemporary Occupy movements as well as by a discussion of the latest Free Pussy Riot solidarity actions.

Maria Katharina Wiedlack: Queer-Feminist Punk. An Anti-Social History
Zaglossus 2015

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Diese Veranstaltung wird in Österreichische Gebärdensprache gedolmetscht.

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Donnerstag, 15. Jänner 2015, 19:00,

Sarah Diehl stellt bei uns ihr neues Buch vor:

Unverrückbar steht die Front zwischen Müttern und Nicht-Müttern: »Man muss wahnsinnig sein, heute noch Kinder zu kriegen«, hieß es im Januar 2014 in der FAS. Kurz darauf kam die Antwort: »Ruhe, ihr Jammerfrauen! Eure Ausreden zum Kinderkriegen sind narzisstisch und absurd.« Dabei kann eine Frau heute frei zwischen verschiedenen Lebensmodellen wählen. Dennoch dominiert in unserer Gesellschaft noch immer die Vorstellung, dass potentiell alle Frauen den Kinderwunsch in sich tragen. Kein Kind zu wollen, gilt als unnatürlich, egoistisch oder feige. Sarah Diehl, Mitte 30 und selbst kinderlos, hat Frauen interviewt, die freiwillig keine Mütter sind. Sie hat erfahren, dass die Gründe vielfältig sind, Egoismus oder Narzissmus gehören nicht dazu. Ihr Buch ist das überfällige Plädoyer für eine vorurteilsfreie und zeitgemäße Einstellung zu Mutterschaft und weiblicher Identität.

Sarah Diehl:  Die Uhr, die nicht tickt.
Arche 2014

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Dienstag, 18. März, 19:00,

Und wieder wird bei uns ein Buch aus der tollen Intro-Reihe des Mandelbaum-Verlags präsentiert: Fanny Müller-Uri führt in die Begriffsgeschichte und -verwendung des “Antimuslimischen Rassismus” ein. Wir freuen uns sehr darauf!

Als höchst polarisierendes Phänomen entpuppt sich antimuslimischer Rassismus in der Politik, in den Medien, in gesellschaftlichen Diskursen wie auch in der Forschung. Spätestens seit den 1990er Jahren, und noch einmal verstärkt seit dem 11.September 2001, werden integrations-, migrations- und sicherheitspolitische Themen mit MuslimInnen und »dem Islam« in Verbindung gebracht. Während in Debatten rund um Kopftuch, Moscheen und Demokratiedefizite alte und neue rassistische Stereotype und Argumentationsfiguren alltäglich geworden sind, scheint die antirassistische Bewegung gelähmt.
Das vorliegende INTRO trägt dazu bei, antimuslimischen Rassismus theoretisch zu verorten und eine emanzipatorische Diskussionsgrundlage für die antirassistische Praxis ­anzubieten.

Fanny Müller-Uri: Antimuslimischer Rassismus.
Mandelbaum 2014

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Sollte Bedarf an Dolmetschung in Österreichische Gebärdensprache bestehen, bitten wir Sie/Euch um Anmedung bis zum 7. März. Danke!

Diese Veranstaltung wird unterstützt von
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Freitag, 21. Februar, 19:00,

Bettina Haidinger und Käthe Knittler präsentieren ihr neues Buch “Feministische Ökonomie”

Dieses INTRO gibt einen grundlegenden Einblick in feministische Kritiken an ökonomischen Theorien sowie in die wichtigsten Ansätze feministischer Theoriebildung. Es stellt ihre Entstehung und ihre Kernthemen dar. Die herrschende Wirtschaftstheorie und -politik sowie wesentliche ökonomische Kennzahlen und statistische Indikatoren werden als geschlechtsneutral präsentiert. Hinter diesen scheinbar neutralen Zahlen und Konzepten verstecken sich jedoch geschlechtliche Ungleichheiten, Herrschafts- und Ausbeutungsstrukturen werden so verdeckt.

Feministische Ökonomie deckt diese blinden Flecken auf, übt Kritik an den herrschenden Mainstream-, aber auch heterodoxen Ökonomiesträngen und entwickelt Gegenmodelle. Zu ihren Kernthemen zählen unter anderem die Kritik an der Neoklassik und dem ihr zugrunde liegenden Konzept des homo oeconomicus, die Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit, Care-Arbeit oder Gender Budgeting. Neben der systematischen Darstellung von theoretischen Debatten, wirtschaftspolitischen und makroökonomischen Prozessen und ihrer feministischen Kritik stellt das Buch aber auch Widerstandsstrategien, Alternativen und Utopien jenseits einer patriarchalen Ökonomie vor.

Bettina Haidinger und Käthe Knittler: Feministische Ökonomie. Mandelbaum Verlag 2013
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Zur Dolmetschung in Österreichische Gebärdensprache: Sollte es bei dieser Veranstaltung Bedarf nach einer Übersetzung geben, bitten wir um Anmeldung bis zum 3. Februar! So können wir Dolmetscher_innen organisieren. Da es bei unseren letzten Veranstaltungen keinen Bedarf gab, werden wir vorübergehend auf diese Form umsteigen und bitten um Verständnis.



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