Alle Veranstaltungen finden, außer wenn anders angegeben, in der Buchhandlung ChickLit statt. Der Eintritt ist frei.

talkingback_biskaya

Donnerstag, 1. Dezember 2016, 19:00

An diesem Abend werden gleich zwei neue Titel aus dem Zaglossus-Verlag präsentiert:
Claudia Unterweger stellt “Talking Back” vor und die Bloggerin SchwarzRund liest aus “Biskaya”.

 

Talking Back
Strategien Schwarzer österreichischer Geschichtsschreibung
Claudia Unterweger

Die österreichische Geschichtsschreibung über Menschen afrikanischer Herkunft spiegelt deren gegenwärtige Repräsentation in der österreichischen Öffentlichkeit wider. Sichtbar als stumme, fremd-definierte Objekte und zugleich unsichtbar als handelnde Subjekte tauchen sie vorwiegend als exotisierte oder kriminalisierte „Andere“ auf. Verborgen bleiben häufig Realitäten und Erzählungen aus Schwarzer Perspektive.

Um die historischen und gegenwärtigen Erfahrungen Schwarzer Menschen in Österreich sichtbar zu machen, wurde 2005/2006 das Projekt Schwarze österreichische Geschichte ins Leben gerufen – eine Recherchegruppe von Aktivist_innen afrikanischer Herkunft mit Lebensmittelpunkt in Österreich erarbeitete eine Reihe von Gegenbildern und Selbstrepräsentationen aus emanzipatorischem Schwarzem Blickwinkel.

Claudia Unterweger, selbst Teilnehmerin an der Recherchegruppe, analysiert die Strategien, die die Gruppe in ihrer Geschichtsschreibung angewendet hat, um die eigene, verschüttete Vergangenheit zu bergen und Schwarze Menschen in der Gegenwart zu stärken.

 

Biskaya
SchwarzRund

„Biskaya“ ist ein afropolitaner Roman über das Leben von Schwarzen Menschen in Berlin. Die dreißigjährige Tue ist mit drei Elternteilen aufgewachsen und verdient heutzutage ihr Geld vor allem als Sängerin einer deutschsprachigen Indie-Band. Doch mit den anderen Bandmitgliedern hakt es und auch ihre WG wird Tue immer fremder, Ruhe findet sie allein bei ihrem besten Freund Matthew. Er ist die Familie, die es in ihrem Leben seit Jahren nicht mehr gegeben hat.

In ihrem neuen Roman vermittelt SchwarzRund ein Gefühl, wie es ist, Schwarz zu sein in einem Land von Weißen, ohne dieses Schwarzsein mit einer afrikanischen Region verbinden zu können. Pointiert schildert die Autor*in Tues Alltag zwischen diasporischen Lebensrealitäten, Psychiatrie und queerer Wahlfamilie.

 

Claudia Unterweger
Talking Back. Strategien schwarzer österreichischer Geschichtsschreibung
Zaglossus 2016

SchwarzRund
Biskaya
Zaglossus 2016

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*** Bei Bedarf nach Dolmetschung in ÖGS, bitte bei uns melden! ***

schmidt

Freitag, 2. Dezember 2016, 19:00,

Almut Tina Schmidt liest aus ihrem neuen Roman »Zeitverschiebung«.

Eine Liebesgeschichte: Die Ich-Erzählerin fährt zu einer Hochzeit, lernt den Ex-Freund der Braut kennen, verliert ihn wieder aus den Augen, doch dann – nein, was dann passiert, wird nicht verraten, auch wenn die Erzählerin sich selbst durchaus gerne vorgreift, vor und zurück springt, quer durch die Zeitebenen, immer im Schatten von Jack Kerouacs ereignisreicherem Leben. Über den schreibt sie ihre Diplomarbeit; und immerhin fühlt sich der Termindruck kurz vorm Abgabedatum nach Ausnahmezustand und Abenteuer an – so dass sie darüber beinahe versäumt, was ihr wenig aufregendes, aber umso hektischeres Leben doch an Erfahrungen und Begegnungen zu bieten hat. Neben prekären Jobs und wild gemischten Gefühlen in verschiedenen Freundschafts- und Familienkonstellationen gibt es auch für sie das Glück des richtigen Moments.

Selbstironisch zelebriert die Erzählerin ihre Sehnsucht nach den großen Geschichten, nach dem wirklichen Leben – bekannt aus Film, Funk, Fernsehen, Literatur und Internet –, während sich das Hier und Jetzt oft genug als unspektakulär erweist. Sie ist bestens vernetzt und stets aktuell darüber informiert, was es alles zu verpassen gibt; als chronische Zuspätkommerin weiß sie, dass das Wesentliche längst vorbei ist, aber im Nachhinein alles auch anders aussehen kann.

Almut Tina Schmidt
Zeitverschiebung
Droschl 2016

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Die Veranstaltung findet in Kooperation mit WeiberDiwan –  die feminitische Rezensionszeitschrift statt.
www.weiberdiwan.at


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labelle

Monday, October 24th 2016, 19:00

Q&A with Sophie LaBelle

Sophie Labelle is a transgender author, cartoonist and public speaker from Montreal, Quebec, and the creator of the webcomic Assigned Male.
Assigned Male is a webcomic and series of zines tackling issues of gender norms and privilege. It tells the story of 11-year-old Stephie, a trans girl discovering and embracing her gender.
She has also created trans-centered sex education materials and gives conferences about trans history and transfeminism.

http://www.assignedmale.com/
Assigned Male Comics

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

koechl

Freitag, 14. Oktober 2016, 19:00,

Sylvia Köchl präsentiert bei uns ihr Buch »Das Bedürfnis nach gerechter Sühne«. Wege von »Berufsverbrecherinnen« in das Konzentrationslager Ravensbrück

Die Nazis träumten von einer verbrechensfreien Gesellschaft. Sie zogen Ideen und Dis­kur­se rechtsextremer Kriminalisten heran und konzipierten die »vorbeugende Ver­bre­chens­­bekämpfung«. Sie wollten also Ver­brechen »be­kämp­fen«, bevor sie über­haupt geschahen. Men­schen wurden als »Berufs­ver­bre­che­rIn­nen« klassi­fiziert und in »Vorbeugungs­haft« genommen, das heißt, in einem Kon­zen­tra­tions­lager interniert und mit dem »grünen Win­­kel« gekennzeichnet.
Dieses Buch erzählt die Geschichten von acht »Berufsverbrecherinnen« – vorbestrafte Abtreiberinnen und Diebinnen aus Österreich, die ins Frauen-KZ Ravensbrück deportiert wurden.
Über diese KZ-Häftlingsgruppe ist bis heute fast nichts bekannt, und von den Opfern existieren keinerlei Selbstzeugnisse. Anhand von Gerichtsakten rekonstruiert Sylvia Köchl die Biografien und arbeitet ein bisher unbekanntes Kapitel der NS-Geschichte auf.

Den Fokus der Präsentation legt Sylvia Köchl auf Österreicherinnen, die wegen Abtreibungen,
die sie an anderen Frauen ausgeführt haben, mehrfach gerichtlich vorbestraft waren und im Nationalsozialismus als “Berufsverbrecherinnen” ins KZ Ravensbrück deportiert wurden.

Sylvia Köchl
“Das Bedürfnis nach gerechter Sühne”
Mandelbaum 2016

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hacker-frauen

Dienstag, 26. April 2016, 19:00,

Hanna Hacker präsentiert bei uns ihr neues Buch.

Lange Zeit waren in Bezug auf Studien zu Lesben, Schwulen und Transgenderpersonen psychiatrische, pathologisierende und kriminalisierende Ansätze vorherrschend, deren Nachwirkungen bis heute erkennbar sind. Erst allmählich begann ein Korpus kritischen Wissens zu entstehen, der sich von den älteren Ansätzen distanziert.
Hanna Hackers Studie ist ein wichtiger Beitrag zu diesem Korpus und war die erste umfassende Studie zur Geschichte lesbischer Lebensformen und Beziehungen, Bewegungen und Kulturen im deutschsprachigen Raum.
Nachdem das Buch mehrere Jahre vergriffen war, machen wir es der Öffentlichkeit nun durch eine überarbeitete und ergänzte Neuauflage wieder zugänglich. Die Neuauflage hat vor allem auch das Ziel, derzeit kaum miteinander verbundene frühere Perspektiven und neuere Ansätze aus dem Queer-Bereich zusammenzuführen.

Hanna Hacker: Frauen* und Freund_innen. Lesarten “weiblicher Homosexualität” Österreich, 1870-1938
Zaglossus 2015

Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit Stichwort. Archiv der Frauen- und Lesbenbewegung statt.

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Diese Veranstaltung wird unterstützt vom Referat für feministische Politik und dem queer_referat der Österreichischen Hochschüler_innenschaftoeh logo

Alvir_Kein Meer

Freitag, 15. April 2016, 19:00,

Olja Alvir liest aus ihrem neuen Roman!

Als Kind ist Lara Voljić mit ihren Eltern vor dem Krieg im ehemaligen Jugoslawien geflohen. Heute schreibt sie provokant und schonungslos in ihrem Beauty-Blog gegen die sterile Ästhetik der Mode- und Schönheitsindustrie an und gibt Tipps zu Intim-Waxing genauso wie zur richtigen Hautpflege nach dem Ritzen.
Als sie das Tagebuch ihres verstorbenen Großvaters findet, liest sie darin über den vermeintlichen Heldentod ihres Onkels den Satz: „Es sollte so aussehen, als sei er im Kampf umgekommen und nicht durch Folter.” Also macht Lara sich auf, um herauszufinden, was mit ihrem Onkel zwanzig Jahre zuvor passiert ist.
Zu jung, um das Recht zu haben, vom Krieg traumatisiert zu sein, aber auch zu alt, um nichts mehr damit zu tun zu haben – Olja Alvir fügt Laras Reise zu einer Collage aus Texten zusammen, die zwischen bitteren Erkenntnissen und amüsierten Beobachtungen pendeln.
„Meer, du Arschloch, was träume ich auch noch von dir.”

Olja Alvir: Kein Meer
Zaglossus 2015

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Kramer_ Am Ende der Welt

Mittwoch, 9. März 2016, 19:00,

Irmgard Kramer stellt bei uns ihr neues Jugendbuch vor!

Es war so verlockend: Die Möglichkeit, in eine fremde Rolle zu schlüpfen, lag direkt vor mir. Ich brauchte nur zuzugreifen.
Ein fremder roter Koffer zieht Marlene wie magisch an und ehe sie wirklich weiß, was sie tut, hat sie sich schon als dessen Besitzerin ausgegeben und ist in ein neues Leben abgetaucht. Als Irina Pawlowa verbringt sie ihren Sommer fernab der Zivilisation in einer alten Villa zusammen mit einer Nonne, einem Gärtner und einem Koch. Und Noah. Noah ist faszinierend, blind und in der Villa gefangen, denn irgendetwas außerhalb ihrer schützenden Mauern macht ihn schwer krank. Doch er möchte frei sein, und als Marlene sich in ihn verliebt, willigt sie ein, mit ihm zu fliehen. Was daraufhin passiert, konnte jedoch niemand vorhersehen.

Irmgard Kramer: Am Ende der Welt traf ich Noah.
Loewe 2015

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chicklit wird 4

CHICKLIT hat Geburtstag, Samstag, 30.1.2016 ab 17:00

ChickLit wird eins, zwei, drei, VIER
Am 31.1.2012 haben wir unsere Buchhandlung eröffnet und jetzt ist sie* schon vier! So schnell vergeht die Zeit. Wir feiern mit einem kleinen wunderbaren Programm und freuen uns aufs Anstossen mit Bier, Wein, Apfelsaft …!

Um 17:00 geht´s los.

Um 18:00 präsentiert das fiber-Kollektiv das neue fiber_feminismus
Den einen Feminismus gibt es nicht. Aber es gibt fiber_feminismus – das ist Popkultur und Gesellschaftskritik, Sprache und Bild, Musik und Szene, Queer und Feminismus. Auf 288 Seiten haben unzählige Autor_innen und Bildermacher_innen aus der queer-feministischen fiber-Bande Beiträge rund um die Kernthemen des Magazins fiber | werkstoff | feminismus | popkultur geliefert.
fiber-Kollektiv: fiber_feminismus. Zaglossus 2015

Ab ca. 20:00  gibt es Auflegerei von Tomke

Wir sammeln wieder! Eure Spenden – von denen wir uns im ersten Jahr unser tolles Schild leisten konnten – gehen diesmal zur Hälfte an Queer Base (www.queerbase.at), die andere Hälfte fließt in den Umbau unserer Toilette, auf dass sie endlich mit Rollstuhl befahrbar wird.

Etz_Alles nach Plan

Freitag, 27. November, 19:00,

Elisabeth Etz präsentiert bei uns ihren neuen Roman!

Anna ist sechzehn und findet sich selbst alles andere als normal: Sie raucht nicht, trinkt nicht, schwänzt nie die Schule und verliebt war sie auch noch nie. Sogar ihre Eltern freuen sich jedes Mal darüber, wenn Anna ein wenig aus der Rolle fällt. Also schreibt Anna am Silvesterabend eine To-do-Liste für das nächste Jahr. Sieben Dinge, von denen alle sagen, dass sie zu Annas Alter dazugehören, stehen darauf und sollen nun einer nach dem anderen abgehakt werden.
Mit Entschlossenheit und scharfsinnigem Witz macht Anna sich ans Werk und merkt nach und nach, dass das, was angeblich genau richtig für sie sein soll, sich gar nicht so anfühlt, wie alle behaupten. Sie verliebt sich in Mona, die coole Sängerin einer Punkband, die Anna zwar ihren ersten Kuss beschert, aber ansonsten nur dann auftaucht, wenn es ihr passt. Nach dem freudig bejubelten Coming-out wird die beste Freundin sauer, weil Anna nicht sicher ist, ob sie nicht doch eher in Ivan, den neuen Mitschüler, verliebt ist. Und da alle immer sagen, dass Verliebtsein mit Pauken und Trompeten einhergeht, fällt Anna zuerst gar nicht auf, dass Silvie ihr irgendwie auch nicht aus dem Kopf geht.

Elisabeth Etz: Alles nach Plan.
Zaglossus 2015

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Trallori_Körper

Freitag, 4. Dezember 19:00,

Bärbel Danneberg im Gespräch mit Lisbeth N. Trallori

ÜBER IHR NEUES BUCH „Der Körper als Ware. Feministische Interventionen“
Darin geht Lisbeth N. Trallori den Interessen nach, die zur „Landnahme“ des weiblichen Körpers führten. Wie tiefgreifend in der Transformation menschlicher Körperlichkeit grundlegende Regulativa von Herrschaft, Macht und Geschlechterpolitik eingelassen sind, lässt sich anhand der einzelnen Textabschnitte nachvollziehen, die in unterschiedlichen Zeiträumen und Kontexten entstanden sind.
„Der Körper als Ware“ ist eine Streitschrift wider die Ausbeutung, totale Liberalisierung und Ökonomisierung menschlicher Körper.

Am Akkordeon: Maren Rahmann

Lisbeth N. Trallori: Der Körper als Ware. Feministische Interventionen.
Mandelbaum 2015

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