Alle Veranstaltungen finden, außer wenn anders angegeben, in der Buchhandlung ChickLit statt. Der Eintritt ist frei.

Frauenspaziergänge

DONNERSTAG, 31. Mai, 19:00,

Zu den Orten Wiener Frauengeschichte in vier Spaziergängen.

Petra Unger hat einmal mehr die Wiener Geschichte und Geografie auf ihre bedeutenden Frauen abgesucht und ist ihnen im wahrsten Sinne des Wortes nachgegangen. Mit vier Spaziergängen durch die Stadt lädt die Autorin ein, auf den Spuren bekannter und unbekannter, auf alle Fälle aber beeindruckender Frauen zu wandeln und im Gehen die Frauengeschichte der Stadt zu erfahren. Mit zahlreichen Abbildungen, vielen Tipps und übersichtlichen Stadtplänen.
(Metroverlag)

Auch ChickLit findet sich als Station in Petra Ungers Frauenspaziergängen wieder. Wir freuen uns sehr, dass sie bei uns über ihr Buch sprechen wird!

Petra Unger: Frauenspaziergänge. Entdeckungsreisen durch Wien. Metroverlag 2012

 

 

 

Rösinger Liebe

Dienstag, 1. Mai, 19:00,

Die Berliner Songwriterin als Liebes-Desillusionistin und Paarkritikerin: Christiane Rösinger weiß, dass »Menschen, die wie Steine nebeneinander sitzen«, Paare genannt werden und dass damit alles Unglück der Welt beginnt. Ihre langjährige theoretische und praktische Forschung auf dem »Arbeitsfeld Liebe« bringt es an den Tag: »Die Liebe macht Menschen zu Idioten«, und das Pärchen ist eine »unterentwickelte Lebensform, bei deren Anblick man nur immer wieder ›Nein, danke‹ ausrufen will«. Dennoch umgibt uns alle die »Pärchendiktatur«, wie man als Single nicht nur an Silvester merkt. Aber Hoffnung naht mit diesem Buch – einer liebevollen Abrechnung mit der Liebe.

(www.fischerverlage.de)

Christiane Rösinger: Liebe wird oft überbewertet. Ein Sachbuch. S. Fischer Verlag 2012

 

 

 

 

 

 

Regina Nössler: Auf engstem Raum

Donnerstag, 26. April, 19:00,

Wir freuen uns, Euch/Sie diesmal gemeinsam mit dem Lila Tipp zu unserer nächsten Lesung einladen zu können:
Im Schreibwarenladen „Wuttke“ in Zehlendorf vergiften Feindseligkeit und Misstrauen mehr und mehr die Atmosphäre. In der Enge des Ladens wird die Stimmung immer bedrohlicher. Nach und nach beginnt in der Normalität, mitten im gewohnten Arbeitsalltag ein Albtraum. Ein zufälliger Toter vor dem Laden ist nur der Anfang. Regina Nössler veröffentlicht seit 1994 Romane, Anthologien und Erzählungen.
In all ihren Büchern – deren Themen immer mitten im Alltag angesiedelt sind, sich beispielsweise um die Ambivalenzen der Liebe drehen, um Eifersucht, um Machtverhältnisse und Arbeit – spielen lesbische Figuren eine selbstverständliche Rolle, so auch in ihrem neuesten Thriller, den sie bei uns vorstellen wird.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem feministischen Referat der Österreichischen Hochschüler_innenschaft statt.

Regina Nössler: Auf engstem Raum, 416 Seiten, konkursbuch Verlag 2011

 

 

Elisabeth Reichart, Die Voest-Kinder

Freitag, 20. April, 19:00,

In der magischen Welt des Mädchens lebt ein Drache im Hochofen. Doch mit der Übersiedlung der Familie Anfang der 1960er Jahre in die Ödnis der Voest-Siedlung lösen sich die Märchen auf: Der feuerspeiende Drache verschwindet und der Ruß ist nur noch schmutzig. Das Mädchen lernt, dass sie über das Tausendjährige Reich keine Fragen stellen darf. Das Denken der Erwachsenen ist nun auf die Zukunft gerichtet, der von der Puppe und den Musikinstrumenten bis zur Familie alles geopfert wird, um irgendwann später glücklich zu sein. Als erster aus der Siedlung wird der Vater als Bauleiter an den Blauen Nil in den Sudan geschickt, der nur noch alle zwei Jahre zu Besuch nach Hause kommt – von Globalisierung spricht noch niemand.
Das Mädchen versucht sich zurechtzufinden zwischen Schweigen und Wörtern, die sie nicht versteht. Seine Wahrnehmungen bedeuten für die Erwachsenen eine Bedrohung, erinnern diese zu schmerzlich an die eigenen, von den Nationalsozialisten verunmöglichten Sehnsüchte. Die Großen versuchen, das Kind zum Konformsein zu bewegen. Es gelingt ihnen vorübergehend, bis das Mädchen die Welt in ihrem Kopf entdeckt und seine Fantasie lebendig wird.
(www.omvs.at)

Elisabeth Reichart liest aus ihrem neuen Roman: Die Voest-Kinder, 300 Seiten, Otto Müller Verlag 2011

Precarias

Freitag, 30. März, 18:00,

„Precarias a la deriva“ ist eine Initiative zwischen Forschung und Aktivismus, die aus dem feministischen Sozialzentrum „La EskaleraKarakola“ in Madrid hervorging. Während des Generalstreiks in Spanien2002 fand sie sich zusammen, um die Möglichkeit des Handelns bzw. des Streiks in Zeiten der Prekarität zu erproben. Im Vordergrund ihres Interesses steht dabei nicht die Produktion eines Wissens über »Betroffene«, sondern die Untersuchung der eigenen Arbeits- und Lebensverhältnisse im Spannungsverhältnis Prekarisierung, Feminisierung der Arbeit und dem Kontinuum Sex-Aufmerksamkeit-Sorge. Die Frage »Was ist dein Streik?« bildet den Ausgangspunkt ihrer militanten Untersuchung.

Birgit Mennel präsentiert das von ihr übersetzte Buch „Was ist dein Streik?“ im Gespräch mit Lisbeth Kovacic/PrekärCafé. Wir freuen uns darauf!

Precarias a la deriva: „Was ist dein Streik?“ Militante Streifzüge durch die Kreisläufe der Prekarität. 184 Seiten, Turia + Kant 2011

 

 

Flasar

Freitag, 24. Februar 2012, 19:00,

Taguchi Hiro verlässt nach zwei Jahren erstmals wieder das Zimmer im Haus seiner Eltern. Menschenansammlungen vermeidet er; lieber setzt er sich in den Park und beobachtet andere aus sicherer Entfernung. Wie Ōhara Tetsu, einen Salaryman, der, seit er arbeitslos ist, jeden Tag im Park verbringt, um abends pünktlich nach Hause zu seiner Ehefrau zurückzukehren.

Ein beinahe unbeabsichtigtes Nicken führt zum Gespräch, das erst ein halbes Jahr später wieder enden wird. Jeden Tag treffen sich der junge und der ältere Mann im Park und erzählen einander ihre Lebensgeschichten.

Der Autorin Milena Michiko Flašar ist es mit ihrem Roman überaus gut gelungen, einzig durch die Erzählungen der beiden Männer eine Gesellschaftskritik zu formulieren, die kapitalistische Ausbeutungsverhältnisse ebenso wie Alltagssexismus und Gewalt in den Blick nimmt. Mit dem Hikikomori Taguchi Hiro und dem Salaryman Ōhara Tetsu hat sie zwei Figuren geschaffen, die gleichzeitig Betroffene und Täter in einer durch unterschiedliche Diskriminierungsverhältnisse strukturierten Welt sind. Obwohl beide in ihrem Leben viele Verluste hinnehmen mussten, erkennen sie, dass (die Möglichkeit der) Freundschaft und Liebe auch für sie weiterbesteht und sie nie wirklich so einsam sind, wie sie sich manchmal fühlen. So bleibt neben der Überforderung durch das andauernde Funktionieren-müssen Platz für das gute Gefühl, dass es auch noch andere Dinge im Leben gibt, und vielleicht sogar ein anderes Leben möglich sein kann.

Wir freuen uns sehr, bei unserer ersten Lesung Milena Michiko Flašar begrüssen zu dürfen, die aus ihrem neuen Roman „Ich nannte ihn Krawatte“ lesen wird.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem feministischen Referat der Österreichischen Hochschüler_innenschaft statt.

Milena Michiko Flašar: Ich nannte ihn Krawatte, 140 Seiten, Verlag Klaus Wagenbach 2012

Veranstaltungen

31. Jänner 2012, 10:00-18:00, Eröffnung

Essen, trinken, Bücher kaufen! Wir freuen uns auf Euch!