identities 2015,

Literat_innen, Denker_innen, spannende Persönlichkeiten bei identities 2015

identities 2015, Wiens biennales Queer Film Festival begibt sich von 11. bis 21. Juni mit aktuellen und historischen Filmhighlights auf Spurensuche nach lesbischen, schwulen, queeren Geschichten, Themen und Biografien in der Welt der Literatur. Der Bogen reicht von Pulitzer-Preisträger_innen bis zu Big Voices des afroamerikanischen Civil Rights Movement und Black Empowerment (James Baldwin, Audre Lorde, Alice Walker), von der opulenten historischen Romanverfilmung bis zur späten Erfolgsgeschichte einer Zeitgenossin Simone de Beauvoirs, vom hochpolitischen Musikvideo, das auf einem wunderbar rhythmischen Gedicht der Beat Generation-Ikone Allen Ginsberg basiert, bis zur bis dato wenig bekannten privaten Vita von Amerikas Parade-Denkerin und Camp-Expertin (Susan Sontag).

Susan Sontag: Eine der meistfotografierten und prominentesten Intellektuellen des 20. Jahrhunderts, wortgewaltige Theoretikerin und Essayistin, (Roman-)Autorin, Theaterregisseurin und Filmemacherin, Medienikone und radikale Gesellschaftsanalytikerin/-kritikerin. Ihr ist in Regarding Susan Sontag eine locker chronologische, durchgehend spannende Reise durch ihr Leben gewidmet und zeigt mit von Patricia Clarkson gelesenen Tagebucheinträgen, stimmig aufbereitetem Archivmaterial und offenen, witzigen, aber auch kritischen Interviews mit Ex-Freundinnen, Sontags Schwester und Begleiter_innen Facetten, die der Öffentlichkeit bisher verborgen waren. Einen Einblick in das Leben von Violette Leduc gewähren die Dokumentation Violette Leduc, la Chasse à l’amour bzw. der Spielfilm Violette. Mit ganz unterschiedlichen Schwerpunkten ergibt sich ein Gesamtbild einer der Pionierinnen feministischer Literatur, die eingebettet in das Umfeld von Simone de Beauvoir, Jean Genet und Jean-Paul Sartre schon mit ihrer ersten, autobiografisch inspirierten und sexuell expliziten Liebesgeschichte „Thérèse und Isabelle“ einen Skandal auslöste, zensiert wurde und erst spät mit ihrem Roman „Die Bastardin“ zu internationaler Anerkennung gelangte. Im Mittelpunkt von Alice Walker: Beauty in Truth steht die erste afroamerikanische Pulitzer-Preisträgerin. Pratibha Parmars Dokumentarfilm gibt intime und erkenntnisreiche Einblicke in die aufrüttelnde Lebensgeschichte Walkers – von der Kindheit im ländlichen Georgia, wo sie in armen Verhältnissen aufwuchs, bis hin zu ihrem Aufstieg als gefeierte Literatin im Kampf gegen Rassismus und Vorurteile auch in der eigenen Black Community. Einer der schillerndsten Figuren der Bohème der 1920er-Jahre nähert sich Véronique Aubouy in Je suis Annemarie Schwarzenbach. Es sind formal spannende, zwischen Dokumentation und Fiktion changierende, moderne, performative und höchst verführerische Aneignungen der glühenden Antifaschistin, Globetrotterin, begabten Schriftstellerin und Freundin von Erika und Klaus Mann und ein treffender Kommentar zu Gender, Individualität und Gesellschaft, Realität und Fiktion.

Alice Walker
Alice Walker: Beauty In Truth: 16. Juni, 18:00 Uhr, Filmcasino, in Anwesenheit von Pratibha Parmar und Shaheen Haq

Regarding Susan SontagRegarding Susan Sontag: 14. Juni, 18:15 Uhr, Filmcasino

 

 

Violette Leduc Chasse a lamourViolette: 17. Juni, 18:00 Uhr, Top Kino

Violette Leduc, la Chasse à l’amour: 18. Juni, 18:00 Uhr, Top Kino

 

 

Je suis Annemarie Schwarzenbach: 15. Juni, 20:00 Uhr, Filmcasino, in Anwesenheit von Véronique Aubouy, Mégane Ferrat und Pauline Leprince

identities 2015. Queer Film Festival
11. bis 21. Juni
Gartenbaukino, Filmcasino, Topkino
www.identities.at, www.facebook.com/iQFFw


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