Emma Adler

Freitag, 28. November 2014, 19:00,

Eva Geber hat Emma Adlers “Die berühmten Frauen der französischen Revolution 1789-1795″ neu herausgegeben und mit einem ausführlichen Nachwort versehen. Bei uns stellt sie es vor und wir freuen uns darauf!

Emma Adlers Opus Magnum »Die berühmten Frauen der französischen Revolution 1789 – 1795« erschien 1906 und stellt eine Pionierarbeit der Frauengeschichtsschreibung dar. Vorurteilsfrei widmet Emma Adler sich den Frauen jeglicher revolutionärer Richtung, weshalb sich Charlotte Corday, die Marat erstach, ebenso darin findet, wie Olympe de Gouges mit ihrer Deklaration der Rechte der Frauen. »Die Gleichheit vor dem Schafott war die einzige, die die Revolution für die Frauen wirklich festgestellt hat«, stellt Adler nüchtern fest. Ihr Mann, Viktor Adler, der Begründer der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei Österreichs, kritisierte das Buch hart: »? allen Respekt vor der Arbeit – aber, so viel ich sehe, ist es erzreaktionär«. Er überlegt ironisch, sich öffentlich von ihr zu distanzieren, »sonst bringen sie mich noch auf die Guillotine, gegen die du eine gänzlich unbegründete Abneigung hast«.
Diese Kostbarkeit einer Würdigung von zehn Frauen, die in der Geburtsstunde der Zivilgesellschaft bereit waren, ihr Leben für die revolutionären Ideale aufs Spiel zu setzen, liegt nun nach über 100 Jahren wieder vor. Eva Geber hat es durchgesehen und ein Nachwort über Leben und Werk Emma Adlers hinzugefügt.

Emma Adler: Die berühmten Frauen der französischen Revolution. herausgegeben und mit einem Nachwort versehen von Eva Geber. Mandelbaum 2014

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Kegele_Bei Schlechtwetter..

Freitag, 14. November 2014, 19:00,

Die Publikumspreisträgerin beim letztjährigen Bachmann-Wettbewerb, Nadine Kegele, liest bei uns aus ihrem Roman “Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause”.

Nadine Kegele hat die seltene Gabe, Poesie und Komik zu verknüpfen. Nach ihrem Erzähldebüt Annalieder legt die österreichische Autorin nun ihren Debütroman vor. In “Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause” ist nicht nur das Wetter existenziell, auch die Leben der in bunten Farben schillernden Figuren sind es.
Nora bringt einen Hund um und vielleicht war es Mord. Die Füchsin füttert Blutegel, wenn sie nicht gerade Yoga macht. Vera ist Comic-Heldin im eigenen Sektimperium. Und Ruth eine Lesbe, die ein Kind will, Geschlecht egal, Hauptsache kein Junge und kein Mädchen. Und während die Freundinnen ein Leben versuchen, das sich nicht bloß gut anfühlt, sondern auch gut ist, liegt eine Mutter im Koma und stirbt hoffentlich, wenn es nach ihrer Tochter geht.
Nadine Kegeles Romandebüt ist bereits vor Erscheinen preisgekrönt: Für eine Arbeitsfassung erhielt die Autorin 2013 den Publikumspreis beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb. Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause beschreibt das Leben in Worten, so unglaublich treffend, als wären sie für Nadine Kegele erfunden worden.

Nadine Kegele: Bei Schlechtwetter bleiben Eidechsen zu Hause.
Czernin 2014

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buchwienlogo_2014

joensson fischfang

Donnerstag, 6. November 2014, 19:00,

Cornelia Jönsson reist aus Berlin an, um uns aus ihren polyamoren und queeren Liebesgeschichten vorzulesen!

Geschichten über junge Großstadtmenschen, die miteinander in Beziehung stehen, sexuell, in Liebe, in Abhängigkeit. Sie sind lesbisch, hetero oder bisexuell, in einigen Geschichten erleben Frauen, die in heterosexuellen Beziehungen stecken, das erste Mal Sex mit anderen Frauen. Sie lieben eine/n oder lieben viele, streiten sich, schlafen miteinander. Teils spielen die Erzählungen im Fantasyambiente, so treiben auch Nixen und Vampirinnen ihr Unwesen. Sie können die Dramen des Begehrens verschärft und mörderischer ausspielen.
Jönsson schreibt hart, schonungslos und unbarmherzig, manchmal wirken ihre Sätze wie atemlose Spoken-Word Performances. Doch unter der Härte der Sprache, hinter den manches Mal brutalen Handllungssträngen ist immer wieder eins zu erahnen: die Liebe. Sie zeigt sich in vielen Varianten, im Scheitern, im Glück, in ihrer Zartheit und Verletzlichkeit, selbst in einer schmierigen Bahnhofskneipe morgens um fünf, nach durchwachter Nacht und endlosem Streit.
(Konkursbuch)

Cornelia Jönsson: Fischfang.
Konkursbuch 2013

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Hundegger_Wie ein Mensch

In der Frauenhetz am 21.11.2014, 19:00,

wie ein mensch der umdreht geht -
dantes läuterungen reloaded

Lesung mit Barbara Hundegger

Als eine der versiertesten Lyrikerinnen Österreichs hat Barbara Hundegger sich in Sprache und Bilder von Dante Alighieris Fegefeuer/Läuterungen gestürzt. Kunstvoll verwebt Hundegger die Themen, Gefühls- und Denkwelten des großen europäischen Dichters in eine moderne lyrische Auseinandersetzung und geleitet ihre LeserInnen durch ein Fegefeuer unserer Zeit. Fragend und kritisch, unpathetisch und emanzipatorisch zeigt die Lyrikerin in ihrer Reise durch Dantes Reich, wie viel aktuelle gesellschaftspolitische Brisanz in der „Göttlichen Komödie“ steckt – vom Raubrittertum der so genannten Eliten bis zur Vernutzung der Liebe im Kalkül. Dabei beherrscht sie es wie keine andere, mit allen sprachlichen Mitteln und Techniken von Fortschreibung, Montage, Widerspruch und Fokussierung Verse von größter atmosphärischer Dichte zu erzeugen, die vielgestaltig nachhallen.
Barbara Hundegger hat mit ihrem neuen Zyklus konzentrierte und gleichermaßen berührende Lyrik geschaffen, die das faszinierend Moderne und Gegenwärtige von Gedichten erfahrbar machen.

Barbara Hundegger, geboren 1963 in Hall in Tirol, lebt als freie Schriftstellerin in Innsbruck. Mehrere Jahre Studium der Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaft in Innsbruck und Wien; langjähriges Engagement in der Autonomen Frauenbewegung; berufliche Tätigkeit als Korrektorin, Lektorin und Redakteurin; Lektorin am Institut für Sprachkunst/Universität für Angewandte Kunst/Wien. Mehrfach ausgezeichnet, u.a. Reinhard-Priessnitz-Preis (1999), Christine-Lavant-Lyrikpreis (2003), Outstanding Artist Award für Literatur (2011). Zahlreiche Veröffentlichungen, zuletzt die Gedichtbände rom sehen und (2006) und schreibennichtschreiben (2009).

Moderation: Gerlinde Mauerer

Frauenhetz – Feministische Bildung, Kultur und Politik
1030 Wien, Untere Weißgerberstrasse 41
Veranstaltung für Frauen

Volkmann_Fremde Worte

Donnerstag, 23. Oktober, 19:00,

Jana Volkmann wird bei uns aus ihrer druckfrischen Erzählung “Fremde Worte” lesen, die soeben in der Textlichtreihe der Edition Atelier erschienen ist.

Hanna ist eine leidenschaftliche Buchkäuferin. Vielmehr als die AutorInnen oder Inhalte interessiert sie jedoch die Vorgeschichte der Bücher. Regel­mäßig durchstreift sie die Antiquariate ihrer Heimatstadt – stets auf der Suche nach einer Widmung, deren Hintergründe sie sich erdenken kann. Wie ein Zaungast blickt sie in die Leben fremder Menschen. Was als harmloses Spiel begonnen hat, wird jedoch immer mehr zu einem Rückzug Hannas von der Wirklichkeit. Bis sie einer Frau begegnet, die ihr Leben als Einzelgängerin stört.
Eine ergreifende Geschichte über eine junge Frau, die sich in ihrer Fantasie verliert – und über das Leben mit Büchern.

Jana Volkmann: Fremde Worte.
Edition Atelier  2014

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genthon-Louise-web

In “Das Dorf” am 24.10.14, 20:00,

LOUISE – BEFREIUNG INS IRRENHAUS
EVA GEBER liest aus ihrem (noch unveröffentlichten) Buch

Ende des 19. Jahrhunderts. Die 16-jährige Louise, Tochter aus gutem Haus, wird mit einem höheren k.u.k.-Beamten verheiratet. Die Ehe wird zur Katastrophe. Louise vereinsamt, wird „gemütskrank“ und flüchtet ins Irrenhaus. Louises Enkelin begegnet die „hysterische“ Großmutter in Familienerzählungen als furchterregendes Gespenst, aber auch als Großmama, die all ihre unverbrauchte Zärtlichkeit der Enkelin schenkte. Deren Leben verläuft ganz anders als das der Großmutter: ein Bohemeleben in den Achtundsechzigern und engagiert in der Frauenbewegung. Die Frau im Korsett und die Feministin.

Im Sog der Recherche von Eva Geber entsteht ein innerer Dialog mit Louise, in dem die Gegensätze und die starken Parallelen im Leben der beiden Frauen Kontur gewinnen und sich deuten lassen.

EVA GEBER, Autorin, Kulturpublizistin; 35 Jahre AUF-Redaktion; Wiener Frauenpreis 2009. Bruno-Kreisky-Preis 2013 für ihr Buch „Der Typus der kämpfenden Frau“.

Freie Spende

Reservierung: das.dorf@gmx.at oder Tel. 01-208 26 50

Obere Viaduktgasse 2/1
A – 1030 Wien 

Balaka_unter menschen

Freitag, 10. Oktober, 19:00,

Wir freuen uns, zu unserer ersten Lesung nach der Sommerpause Bettina Balàka mit ihrem neuen Roman “Unter Menschen” bei uns begrüssen zu dürfen!

Berti heißt auch Fekete, Robert Pattinson, Ricky, Zorro und Bagheera. Er ist das Ergebnis der unglücklichen Liaison eines Jack Russell Terriers mit einem Straßenköter, er sieht aus wie ein schwarzer Fleck und benimmt sich wie ein übermütiges Kind. Er ruiniert die Geschäfte eines ungarischen Welpenhändlers, bricht einer Zwölfjährigen das Herz, weckt die Lebensgeister eines neurotischen Physikers und landet auf der Müllhalde eines Haustiermessies. Überall, wo er hinkommt, hinterlässt er seine Spuren in den Herzen und in den Leben seiner Menschen, die er als kleiner Schatten ihres Glücks und Unglücks begleitet.
Bettina Balàka erzählt in ihrem neuen Roman nur scheinbar die Geschichte eines Hundelebens: Unter Menschen ist zugleich ein Reigen zwischenmenschlicher Tragödien und Komödien – grandios komponiert, durchtrieben ironisch und unterhaltsam, voll überraschendem Witz und geistreicher Erkenntnis.

Bettina Balàka: Unter Menschen.
Haymon 2014

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Schmitzer_Schwerkraft_Cover

Dienstag, 10. Juni, 19:00,

Wir freuen uns auf die Lesung mit Ulrike Schmitzer aus ihrem neuen Roman “Es ist die Schwerkraft, die uns umbringt”!

Kira träumt schon ihr ganzes Leben vom Weltraum. Neben ihrem Job in einem Labor testet sie in der simulierten Schwerelosigkeit die Ausrüstung für Astronauten. Sie soll an einer Isolationsstudie teilnehmen, einer Simulation für zukünftige Marsreisen. Eigentlich verrückt genug. Doch als sie herausfindet, dass sie eine Zwillingsschwester hat, die ebenfalls Teil des Programmes ist, und ihr ein mysteriöser »Taucher« Avancen macht, beginnt sie zu zweifeln und zu recherchieren.
“Es ist die Schwerkraft, die uns umbringt” ist ein souveräner Roman über den Traum vom Weltall, der die Schwächen der Spezies Mensch erst deutlich macht.

Ulrike Schmitzer: Es ist die Schwerkraft, die uns umbringt.
Edition Atelier 2014

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Axster_Atalanta Läufer_in

Sonntag, 15. Juni im PRIDE VILLAGE,

Lilly Axster liest im Pride Village aus ihrem neuen Buch. Wir freuen uns darauf!
In einem sensationellen 100-Meter-Lauf gewinnt der bisher unbekannte Lan Gold. Im Moment des größten Triumphes, einer Extrarunde durch das Stadion, wirft der schnellste Läufer der Welt seine Trainingsjacke in die jubelnde Menge. Aus der Jackentasche fällt ein kleines weißes Etwas heraus, das der Silbermedaillengewinner aufhebt – ein Tampon. Nun weiß noch jemand um das Geheimnis: Lan ist eine Läuferin.

Lilly Axster erzählt die poetisch-politische Geschichte von Atalanta, einer zugleich mythischen und sehr heutigen Figur, die von klein auf Körpermarkierungen und Geschlechterkategorien infrage stellt, Trennlinien überschreitet und wider alle Hindernisse ihre eigenen Bahnen zieht.

Lilly Axster: Atalanta Läufer_in
Zaglossus 2014

Die Lesung findet um 18:30 im Pride Village am Wiener Rathausplatz statt.
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Spoon_Gender Failure

Dienstag, 13. Mai, 19:00,

Rae Spoon liest aus “First Spring Grass Fire” und “Gender Failure”. Wir freuen uns!

Transgender indie electronica singer-songwriter Rae Spoon has six albums to their credit, including 2012′s I Can’t Keep All of Our Secrets. This first book by Rae (who uses “they” as a pronoun) is a candid, powerful story about a young person growing up queer in a strict Pentecostal family in Alberta.

The narrator attends church events and Billy Graham rallies faithfully with their family before discovering the music that becomes their salvation and means of escape. As their father’s schizophrenia causes their parents’ marriage to unravel, the narrator finds solace and safety in the company of their siblings, in their nascent feelings for a girl at school, and in their growing awareness that they are not the person their parents think they are. With a heart as big as the prairie sky, this is a quietly devastating, heart-wrenching coming-of-age book about escaping dogma, surviving abuse, finding love, and risking everything for acceptance.

Rae Spoon is a transgender musician and author originally from Calgary, Canada. They have been nominated for a Polaris Prize, toured internationally, and released seven solo albums, the most recent being My Prairie Home (2013). Rae is the author of the Lambda Literary Award finalist First Spring Grass Fire and most recently co-authored Gender Failure with Ivan E Coyote (and exploration of how the gender binary fails us all at some point). Their essay “Femme Cowboy” was featured in the anthology Persistence: All Ways Butch and Femme. Rae is the subject of a Canadian National Film Board documentary – musical titled My Prairie Home (2013), which screened at film festivals internationally, including the Sundance 2014 Film Festival. They will be reading from their two most recent books.

Rae Spoon: First Spring Grass Fire
Arsenal Pulp Press
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Rae Spoon/Ivan E. Coyote: Gender Failure
Arsenal Pulp Press 2014   (Lieferbar ab Juni 2014)
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